Mehr F. Husain
pakistanische Journalistin, Unternehmerin und Verlegerin
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Mehr F. Husain ist eine pakistanische Journalistin, Unternehmerin und Verlegerin.[1] Im April 2023 war sie in der engeren Auswahl für den Prix Voltaire.[2]
Leben
Husain begann ihre journalistische Laufbahn im Jahr 2007 als Redakteurin bei einer großen pakistanischen Zeitung und berichtete dort während des pakistanischen „Kriegs gegen den Terror“ über Politik sowie über die Textilindustrie.[1] Sie war überdies als Journalistin tätig, die zeitweise auch regelmäßig für indische Medien schrieb.[3] Sie nutzt die Marke Zuka, die sich aus den Anfangssilben der Vornamen ihrer Söhne Zulfiqar und Kassim zusammensetzt, für verschiedene Produkte.[1]
Wirken
Im Jahr 2018 gründete Husain das nachhaltige Modeunternehmen Zuka Accessoires, das mit Handwerkerinnen aus ländlichen Gebieten zusammenarbeitet und gefährdete Textiltraditionen wie Musselin, Khaddar und Handblockdruck in die Gegenwart überführen will.[1] 2020 gründete sie in Lahore den unabhängigen Verlag Zuka Books, die Gründung war eine Reaktion auf die nach dem Anschlag von Pulwama 2019 verschärfte Abschottung und das darauf folgende Importverbot indischer Bücher in Pakistan.[4] Zuka Books setzt thematisch auf Identität, Geschlecht, psychische Gesundheit und Kulturgeschichte.[1] Die Verlagsprojekte sind bewusst nicht-kommerziell geplant und setzen auf Nachhaltigkeit, Verringerung von Überproduktion und themenspezifische Programme.[5] Zu den Veröffentlichungen zählen The Burning Champa, die Graphic Novel Grey Matter und die Anthologie Letters To My Inner Child.[5] Zuka Books war 2021 in der engeren Auswahl für einen UN Women Asia-Pacific WEP Award (Kategorie „gendersensibler Marktplatz“) und trat 2022 dem UN Publisher Compact bei.[3] Im Jahr 2020 veröffentlichte Husain gemeinsam mit Saad Sarfraz Sheikh das Buch Pakistan: A Fashionable History, das die Modegeschichte Pakistans seit 1947 anhand von Archivmaterial und Interviews nachzeichnet.[6] Ausgangspunkt des Projekts war ein Alltagseindruck aus dem Jahr 2017, der Husain zur Recherche über die pakistanische Modeindustrie veranlasste.[7] Anfang 2024 veröffentlichte Husain das Projekt Koi Hai: Letters To Palestine, für das sie im Dezember 2023 einen offenen Aufruf startete und das Beiträge sowie Übersetzungen palästinensischer Poesie auf Urdu, Saraiki und Persisch umfasst.[8]