Meiberger – Tod am See

Film von Till Franzen (2025) From Wikipedia, the free encyclopedia

Meiberger – Tod am See, in der ARD Der Salzburg-Krimi – Tod am Wolfgangsee, ist ein österreich-deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2025 mit Fritz Karl als Gerichtspsychologe Thomas Meiberger und Lisa Schützenberger als Ermittlerin Anna Grünwald. Regie führte Till Franzen, der gemeinsam mit Fritz Karl unter dem Autorennamen Friedrich Anton Karl auch das Drehbuch schrieb.[1][2][3] Nach drei Staffeln mit 20 Episoden der Krimiserie Meiberger – Im Kopf des Täters (2018–2020) ermittelt Meiberger nach Meiberger – Mörderisches Klassentreffen (2021) zum zweiten Mal in einem Spielfilm.[4][5]

TitelMeiberger – Tod am See
ProduktionslandÖsterreich, Deutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2025
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Meiberger – Tod am See
Produktionsland Österreich, Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 89 Minuten
Produktions­unternehmen
  • Mona Film
  • Tivoli Film
Stab
Regie Till Franzen
Drehbuch
Produktion
Kamera Matthias Pötsch
Schnitt Robert Kummer
Besetzung
Chronologie
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Handlung

Am Wolfgangsee wird auf einem Boot die Leiche eines 22-jährigen Mannes gefunden, der kopfüber an den Masten eines Segelbootes gefesselt wurde. Hauptkommissarin Anna Grünwald und ihr Kollege Kevin Ganslinger nehmen die Ermittlungen auf. Das Opfer, Peter Aidbichler junior, wurde mit einer Überdosis Insulin getötet, war Medizinstudent und der Sohn des gleichnamigen Landtagsabgeordneten Peter Aidbichler senior. Das Boot gehört der Familie Aidbichler. Auf dem Schloss der Aidbichlers trifft Grünwald neben dem Ehepaar Peter und Susanne Aidbichler auch auf den Kriminalpsychologen Meiberger, einen Vertrauten der Familie. Meiberger soll auf Wunsch von Peter die Ermittlungen begleiten.

Dekanin Andrea Breuer, die mit Meiberger eine Affäre hat, erzählt, dass sich Aidbichler junior bei ihr noch am Vortag über das Essen in der Mensa beschwert hat. Laut seinem Professor war Aidbichler sein bester Student, bei Professor Rost sieht Meiberger eine Darstellung der Kreuzigung Petri mit dem Petruskreuz, in einer ähnlichen Situation wie das Mordopfer aufgefunden wurde. Zu seinen Kommilitonen dürfte das Opfer keinen engeren Kontakt gehabt haben. In der Wohnung des Opfers findet Ganslinger einen Stapel Liebesbriefe, die von einem Mann stammen dürften. Seine Beziehung hatte er geheim gehalten. Aidbichler junior wollte eigentlich Kunstgeschichte studieren, Medizin hatte er nur auf Wunsch seines Vaters gewählt.

Bald darauf wird mit Herbert Seitner, dem Sohn von Marcus Seitner und dessen Frau, ein weiteres Opfer an ein Andreaskreuz gekreuzigt gefunden. Laut seiner Mutter hatte Herbert keinen Kontakt zur Familie Aidbichler. Das zweite Opfer wurde ebenfalls mit einer Überdosis Insulin ermordet, Meiberger fürchtet einen Serientäter. Bei Aidbichler junior wird ein Kunstdruck des Hl. Sebastian gefunden. Professor Rost, der die Leidenschaft für Kunstgeschichte mit Peter teilte, gesteht, dass die beiden eine Liebesbeziehung hatten. Marcus hatte Streit mit seinem Sohn wegen seines Alkoholkonsums und ihn seit einer Woche nicht mehr gesehen.

Auch der Sohn von Josef Ramsauer wird ermordet aufgefunden. Der Täter ist zwar auf den Videoaufnahmen einer Überwachungskamera in Umrissen zu sehen, kann anhand dieser aber nicht identifiziert werden. Professor Rost wird nach einem Suizidversuch ins Krankenhaus eingeliefert. Während ihn Grünwald für den Mörder hält, fehlt Meiberg die Verbindung zwischen Rost und dem zweiten und dritten Opfer. Aidbichler senior war ein Förderer des Museums von Josef Ramsauer, die beiden waren früher enger befreundet.

Karl Huber wird als vermisst gemeldet, dessen Vater wurde von einer Frau angerufen, die sich als Doktor Schallmeier vom Landeskrankenhaus gemeldet hatte, wo aber keine Frau Dr. Schallmeier mehr arbeitet. Sein Sohn sollte von einer Taxifahrerin ins Krankenhaus gebracht werden, ist dort aber nie angekommen. Die Phantomzeichnung erinnert Meiberg an seine eigene Taxifahrerin auf der Rückfahrt von der Familie Aidbichler. Die Taxlerin Inge Reiter war eine Patientin der früheren Ärztin Schallmeier in der geschlossenen Abteilung.

Marcus Seitner hatte vor 36 Jahren einen Freund, Max Riedl, verloren. Riedl wurde zu seinem Junggesellenabschied von seinen Kameraden, unter ihnen Aidbichler senior, Josef Ramsauer und vier weitere einem Brauchtum folgend in Ufernähe symbolisch an ein Kreuz gebunden, doch das Kreuz fiel um, ohne, daß die betrunkenen Freunde es merkten. Riedl ertrank. Meiberger vermutet, Inge Reiter sich rächen möchte, und auch die anderen vier Kameraden auf ihrer Todesliste stehen.

Inge Reiter war die Verlobte des Opfers, der Unfalltod ihres damaligen Partners wurde nie gesühnt, und die Täter konnten ungestraft ihre Leben fortsetzen, während sie selbst ein Fall für die Psychatrie wurde. Aidbichlers Werben auf Wahlplakaten um "Gerechtigkeit" löste ihren lange unterdrückten Rachedurst aus. Die Ermittler können schließlich Reiter ausfinding machen, die von der Polizei verhaftet wird.

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden vom 15. Oktober bis zum 20. November 2024 im Land Salzburg statt.[6] Produziert wurde der Film von der österreichischen Mona Film und der deutschen Tivoli Film der Produzenten Thomas Hroch und Gerald Podgornig in Zusammenarbeit mit ServusTV und ARD Degeto für die ARD, unterstützt wurde die Produktion von FISA+, dem Fernsehfonds Austria und dem Land Salzburg.[7]

Die Kamera führte Matthias Pötsch, die Montage verantwortete Robert Kummer und das Casting Eva Roth. Den Ton gestalteten Theda Schifferdecker und Sören Blüthgen, das Kostümbild Veronika Harb, das Szenenbild Enid Löser, das Maskenbild Ines Steininger und Kirsten Rottner.[8][6][9]

Veröffentlichung

Die Premiere des Spielfilms war am 22. August 2025 im Rahmen von Kino am Berg des Sommerprogramms des Filmfestivals Kitzbühel.[10][11]

Auf ServusTV wurde der Film am 22. November 2025 erstmals ausgestrahlt.[12][13][14]

In der ARD Mediathek wurde der Film unter dem Titel Tod am Wolfgangsee am 23. Februar 2026 veröffentlicht, die Erstausstrahlung im Ersten war am 26. Februar 2026.[15]

Rezeption

Kritiken

Tilmann P. Gangloff vergab auf tittelbach.tv vier von sechs Sternen. Der Film sei mehr als sehenswert, weil sich der Hauptdarsteller eine finstere Geschichte ausgedacht hat, die von Till Franzen angemessen düster und fesselnd umgesetzt worden sei.[16]

TV Spielfilm bezeichnete die Produktion als von schöner Landschaft umrahmten Krimi zum Mitraten.[17]

Irene Bazinger kritisierte die Folge in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als reichlich klischeehaft. Das auf 90 Minuten erweiterte Format scheine der Geschichte und ihren Protagonisten nicht gutgetan zu haben. Eingebettet sei sie in die düster-atmosphärischen Bilder des touristischen Salzburgs.[18]

Oliver Armknecht bewertete die Folge auf film-rezensionen.de mit fünf von zehn Sternen. Diese fange schön rätselhaft an, bevor der Krimi sich in Streitereien und beliebigen Themen verlaufe. Die Auflösung sei ebenso plötzlich wie willkürlich, weshalb das als Krimi wenig befriedigend sei.[19]

Quote

Die Erstausstrahlung im Ersten am 26. Februar 2026 erreichte 5,72 Millionen Personen bei einem Marktanteil von 24,5 Prozent.[20]

Einzelnachweise

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