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Meister der Freiberger Domapostel

spätgotischer Bildschnitzer From Wikipedia, the free encyclopedia

Als Meister der Freiberger Domapostel wird ein Bildhauer bezeichnet, der vermutlich um 1500 tätig war. Der Künstler ist namentlich nicht sicher bekannt und erhielt seinen Notnamen nach vier Apostelfiguren, die er für den Freiberger Dom in Sachsen gefertigt hat. Eventuell ist er identisch mit dem Bildschnitzer Philipp Koch, der von 1470 bis 1536 nachweisbar ist. Von diesem stammt z. B. auch der Schmelzeraltar in der Freiberger Petrikirche.[1]

Apostel
Jacobus der Jüngere
Paulus
Philippus
Apostel um 1910

Skulpturen im Freiberger Dom

Die spätgotischen Apostel-Figuren sind aus Holz geschnitzt, mehrfarbig bemalt und teilweise vergoldet. Sie stellen Matthäus (?), Philippus, Paulus und Jakobus den Jüngeren (?) dar.[2]

Heiliger Nikolaus aus dem Freiberger Dom (Schloßbergmuseum Chemnitz)

Die übrigen ähnlichen Figuren der Apostelreihe dort sollen aus seiner Werkstatt kommen. Ebenso eine Skulptur des Christophorus mit dem Christuskind sowie eine heute im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg zu findende Plastik der Beweinung Christi. Sie sind zwischen 1515 und 1520 entstanden.

Werke (Auswahl)

Literatur

  • Hans Burkhardt: Philipp Koch in Annaberg. Ein Beitrag über Leben und Werk des „Meisters der Freiberger Domapostel“. In: Sächsische Heimatblätter, 19/1973, S. 82–86.
  • Detlev Arens und andere: DuMont Kunst-Reiseführer 100 × Deutschland: Die 100 wichtigsten Kulturdenkmäler. Ostfildern 2008, S. 35f.
  • Walter Fellmann: DuMont Kunst-Reiseführer Sachsen: Kultur und Landschaft zwischen Vogtland und Oberlausitz, Leipziger Tiefland und Erzgebirge. Ostfildern 2012, S. 362.
  • Herbert Pforr: Freiberg: Stadt auf silbernem Boden. Erfurt 2012, S. 68.
  • Konrad Auerbach und andere: Baedeker Reiseführer Sachsen. Ostfildern 2014, S. 336.

Einzelnachweise

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