Meister des Wolfgangaltars

spätgotischer Nürnberger Maler (15. Jahrhundert) From Wikipedia, the free encyclopedia

Als Meister des Wolfgangaltars oder Meister des Wolfgang-Altars wird der mittelalterliche Maler bezeichnet, der um 1450–1460 den auf Goldgrund gemalten Altar des hl. Wolfgang in der Sankt Lorenzkirche zu Nürnberg geschaffen hat. Dem Meister wird auch der um 1460 für die Dominikanerkirche in Nürnberg gemalte Epitaphaltar für Peter Zenner zugeschrieben, eines der frühesten bekannten Beispiele eines Epitaphaltars,[1] heute in der Dreifaltigkeitskirche in Nürnberg.

Der Wolfgangaltar, Lorenzkirche, Nürnberg

Er war noch der traditionellen auf böhmische Wurzeln zurückgreifenden Malweise verpflichtet, wie sie in der Mitte des 15. Jahrhunderts in Nürnberg vorherrschte, als unter dem Einfluss zeitgenössischer niederländischer Malerei dann eine zum Beispiel durch den Meister des Tucheraltars vertretene neue Malrichtung entstand.[2]

Der Meister hat wohl eine größere Werkstatt betrieben und einige weitere Werke werden ihm oder seinem Umfeld zugeschrieben. So soll der Meister das um 1448/49 entstandene Nürnberger Heilig-Geist-Retabel gemalt haben, Teil des Zwölf-Boten-Altars aus dem Heilig-Geist-Spital in Nürnberg. Der Klappaltar gehörte zuvor zu der Gruppe von Werken des Meisters um den Wolfgangaltar in der Nürnberger Lorenz-Kirche. Seit 2010 ist es in der Sammlung des Erzbistums Köln im Kolumba.[3] Etwas später entstanden ist wohl der Bernhardinretabel (1452/60), von dem das Germanische Nationalmuseum die zwei äußeren Flügeltafeln mit Szenen aus dem Leben des heiligen Bernhardin von Siena besitzt.[4]

Einzelnachweise

Literatur

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