Melisa Erkurt

österreichische Journalistin und Publizistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Melisa Erkurt (* 19. Februar 1991 in Sarajevo, SFR Jugoslawien, heute Bosnien und Herzegowina)[1] ist eine österreichische Journalistin und Publizistin.

Melisa Erkurt 2021

Leben

Melisa Erkurt wurde als Kind bosnischer Eltern in Sarajevo geboren. Aufgrund des Bosnienkrieges floh ihre Mutter mit ihr, als sie noch ein Kleinkind war, nach Österreich. Sie besuchte ein Gymnasium in der Nähe von Wien. Nach ihren Worten verdankt sie dem Zufall, dass ihre Lehrerin sie „ans Gymnasium, nicht an die Sonderschule geschickt hat“. Sie studierte anschließend an der Universität Wien Deutsch, Psychologie und Philosophie. Ein Jahr lang war sie Deutschlehrerin an einem Wiener Gymnasium. In ihrer Ausbildung zur Lehrerin fühlte sie sich „darauf vorbereitet, Hülyas und Alis auszusortieren, um Annas und Pauls zu unterrichten.“[2]

Ihre journalistische Tätigkeit begann Erkurt bei der Zeitschrift biber, wo ihre 2016 erschienene Reportage Generation haram über die Verbotskultur muslimischer Jugendlicher für öffentliches Interesse sorgte und bei den Österreichischen Journalismustagen zur Story des Jahres gekürt wurde.[3] 2017 erschien ihre Investigativreportage Süleymans Kinder über ein streng konservatives muslimisches Internat in Niederösterreich.[4] Ein Jahr lang unterrichtete Erkurt an einer AHS in Wien. Auf dieser Erfahrung basiert ihr 2020 erschienenes Buch Generation haram – Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben. Danach war sie Redaktionsmitglied der ORF-Sendung Report.[5]

In der Wochenzeitung Falter schreibt sie wöchentlich die Kolumne Nachhilfe, vorwiegend über bildungspolitische Themen.[6] Für die taz schreibt sie die Kolumne Nachsitzen.[7] Für Ö1 betreibt sie den Podcast Sprechstunde. Anfang 2021 startete sie die_chefredaktion auf Instagram. Ebenso ist sie bei Twitter aktiv.

Preise und Auszeichnungen

Werke

Commons: Melisa Erkurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI