Members… Don’t
Musikalbum von Tyshawn Sorey
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Members… Don’t ist ein Musikalbum von Tyshawn Sorey. Die am 14. Juni 2025 live in der Jazz Gallery in New York City entstandenen Aufnahmen erschienen am 29. Mai 2026 auf Pi Recordings.
| Members… Don't | ||||
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| Livealbum von Tyshawn Sorey | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
2 CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
7 | |||
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1:35:49 | ||||
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Besetzung |
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Seth Rosner, Yulun Wang | ||||
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Aufnahmeort(e) |
Jazz Gallery, NYC | |||
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Hintergrund
Der Schlagzeuger, Multiinstrumentalist und Komponist Tyshawn Sorey hat sich im letzten Jahrzehnt mit zahlreichen Aspekten der Jazzgeschichte auseinandergesetzt. In diesem Werk widmet er sich Max Roachs Members, Don’t Git Weary. Das 1968 erschienene Album des Schlagzeugers, Komponisten und Sozialaktivisten präsentierte eine Band mit dem Trompeter Charles Tolliver, dem Saxophonisten Gary Bartz, dem Pianisten Stanley Cowell und dem Bassisten Jymie Merritt und war Kevin Le Gendre zufolge „ein Aufruf zum Kampf, zu der Zeit, als aus der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung die Black-Power-Bewegung entstand.[1] Soreys Album Members… Don’t ist nach der Ansicht von Kevin Le Gendre „der Versuch einer betont persönlichen Interpretation des reichhaltigen Ausgangsmaterials, mit dem Ziel, es nicht nur neu zu harmonisieren, sondern auch die Stimmung und Struktur eines Stücks neu zu interpretieren."[1] Sorey nahm das Album mit dem Trompeter Adam O’Farrill, dem Saxophonisten Mark Shim, dem Pianisten Lex Korten und dem Bassisten Tyrone Allen II auf; hinzu kam die Gastvokalistin Fay Victor in „Members, Don't Git Weary“.
Titelliste
- Tyshawn Sorey: Members… Don’t (Pi Recordings PI112)[2]
CD 1
- Abstrusions (Stanley Cowell) 13:03
- Effi (Stanley Cowell) 18:42
- Absolutions (Jymie Merritt) 12:06
- Equipoise (Part 1) (Stanley Cowell) 8:15
CD 2
- Equipoise (Part 2) (Stanley Cowell) 18:05
- Libra (Gary Bartz) 10:59
- Members, Don’t Git Weary (Max Roach, Traditional) 14:39
Rezeption
Der ausgedehnte Opener Abstrusions würde die ursprünglich beschwingte Melodie und den gemächlichen Soul-Jazz-Groove in ein düsteres, spannungsgeladenes Stück mit einem herrlich lockeren Takt verwandeln, der die Melodie zu einem neckischen Fragment werden lasse, meint Kevin Le Gendre in Jazzwise. Das einst sanfte Cowell-Juwel „Effi“ gewinne an rhythmischer Wucht, verstärkt durch Soreys federndes Schlagzeugspiel und die mitreißenden Improvisationen von Trompeter Adam O’Farrill und Saxophonist Mark Shim. Das majestätische Equipoise sei auf das Wesentliche reduziert: Die Musiker würden das Thema nur andeuten – in einem unheimlich stillstehenden Tempo, „mit geisterhaftem Hall auf Bläsern und Snare, als käme die Musik aus der Ahnenwelt, um einen spirituellen Zustand zu erreichen“. Am beeindruckendsten sei jedoch, wie Sängerin Fay Victor und das Ensemble dem ursprünglichen Gospel-Gedanken des Titeltracks eine explosive Energie verliehen, die die faszinierende Kontinuität zwischen afroamerikanischer Kirche und Avantgarde unterstreiche. Das Ergebnis dieser längeren, aus Roachs klassischem Werk erweiterten Stücke sei neue Musik von intensiver emotionaler Dringlichkeit, die ihrer kreativen, wenn nicht gar subversiven Interpretation in nichts nachstehe. Aus „Members, Don't Git Weary“ sei nun „Members, Don't“ geworden. Die bewusste Reduktion bringe eine entschlossene Hoffnung mit sich.[1]
Sorey betrachte Roachs Musik als lebendiges Material, als Musik, die neu gestaltet und als neunzigminütige Suite „für unsere eigene turbulente Zeit“ neu interpretiert werden musste, und die kraftvolle, intensive Darbietung von Soreys Quintett spiegle dieses Engagement getreu wider, meint Eyal Hareuveni (Salt Peanuts). Sein Arrangement würde die Musik neuerweitern und gestalten, in einer Weise, die die Spätphase John Coltranes sowie die symphonischen und erweiterten Werke von Charles Mingus würdige, aber auch als kollektive Anstrengung, als Botschaft, die über die Musik hinausgeht. Das Album sei live aufgenommen worden, als Soreys Quintett in Höchstform war und seine ekstatische, kathartische Intensität aufbaute, selbst in der minimalistischen und zurückhaltenden, zweiteiligen Interpretation von Cowells „Equipoise“. Seinen emotionalen Höhepunkt würde das Album mit der Interpretation von Roachs Titelstück erreichen, bei dem Fay Victor als Hohepriesterin auftritt, die in ihrer kraftvollen Darbietung die tiefe Verbindung von Gospel und Blues zum Free Jazz betont „und uns alle dazu aufruft, standhaft zu bleiben und durchzuhalten, ‚bis die Arbeit getan ist‘“.[3]
Weblinks
- Tyshawn Sorey: Members… Don't. In: Bandcamp. (englisch).