Mensa in Deutschland

Verein zur Förderung Hochbegabter From Wikipedia, the free encyclopedia

Mensa in Deutschland e. V. (MinD) ist der deutsche Zweig von Mensa International. Laut eigener Satzung[4] hat Mensa das Ziel, hochbegabte Menschen in Kontakt zu bringen und die Erforschung der menschlichen Intelligenz zu fördern. Der Verein gibt an anzustreben, dass „Intelligenz stets zum Wohle der Menschheit“ einzusetzen ist, und vertritt keine politische oder religiöse Meinung. Der Verein wurde 1979 gegründet.

Gründung1979 (eingetragen: 1981)
SitzKöln
SchwerpunktHochbegabung
Schnelle Fakten Mensa in Deutschland (MinD), Rechtsform ...
Mensa in Deutschland
(MinD)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1979 (eingetragen: 1981)
Sitz Köln
Schwerpunkt Hochbegabung
Aktionsraum Deutschland
Vorsitz Tanja Gabriele Baudson, Hermann Meier, Mel Jäger, Claus Melder, Ulrich Pieper, Eric Schellhammer[1]
Geschäftsführung Burkhard Spiegel[2]
Mitglieder Rund 18.000[3]
Website www.mensa.de
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Geschichte

Mensa wurde 1946 in Großbritannien von Roland Berrill und Lancelot Ware gegründet. Für Personen in Deutschland war nur die direkte Mitgliedschaft bei Mensa International möglich. Anfang der 1960er Jahre bemühte sich Michael Graf Soltikow um die Gründung einer ersten Organisation nach Vorbild der britischen Mensa.[5] Tatsächlich entstand der erste deutschsprachige Zweig am 4. Juni 1966 in Frankfurt/Main mit der Gründungsversammlung als Deutsche Mensa e. V.; die Vorsitzenden waren für Deutschland Audrey Le Lièvre (Düsseldorf), für die Schweiz Hans Eberstark (Genf) und für Österreich Georg Fischhof (Wien). Dieser Verein hatte jedoch nur wenige Jahre Bestand. Erst 1979 erfolgte die Neugründung. Am 21. September 1981 wurde Mensa in Deutschland als Verein nach deutschem Recht ins Vereinsregister Köln eingetragen. Zu den ersten Vorstandsmitgliedern zählten Hasso Streger und Hans Lippmann.

Hasso Streger (7. Oktober 1942 bis 10. Dezember 1998) leitete bis Ende der 1980er Jahre die Geschäftsstelle in Bochum-Wiemelhausen. Udo Schultz unterstützte den Vorstand von 1984 bis 1991[6] und wurde später zum Ehrenmitglied ernannt.

Tests

Mensa bietet in fast allen Regionen Deutschlands regelmäßig schriftliche Intelligenztests an, die anschließend durch einen Psychologen nach einem standardisierten Verfahren ausgewertet werden. Die Tests dauern ca. 90 Minuten; es gibt je eine Testversion für Teilnehmer mit bzw. ohne ausreichende Deutschkenntnisse.[7][8]

Mitgliedschaft

Das Kriterium für die Mitgliedschaft bei Mensa ist ein Intelligenzquotient, der höher ist als bei 98 % der Bevölkerung. Bei den in Deutschland üblichen Intelligenztests (Mittelwert 100, Standardabweichung 15) entspricht das einem Wert ab 130. Mensa bietet dafür einen eigenen Intelligenztest an, der durch einen Psychologen ausgewertet wird. Dieser ist für Personen ab vierzehn Jahren zugelassen. Externe Gutachten, z. B. von niedergelassenen Psychologen, können ebenfalls anerkannt werden; für Kinder unter vierzehn Jahren ist dies die einzige Möglichkeit.[8] Fast die Hälfte der Neumitglieder reicht externe Gutachten ein. Oft werden hohe IQ-Werte zuerst in mensa-unabhängigen Tests erreicht und daraufhin wird eine Aufmerksamkeit für das Thema Hochbegabung und Mensa geschaffen.

Einzelnachweise

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