Mercatus Center
US-amerikanische Organisation
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Das Mercatus Center in Arlington (Virginia) ist ein libertärer Think-Tank[1] sowie ein privates und – laut Selbstbeschreibung – gemeinnütziges[2] Institut der George Mason University für politik- und wirtschaftswissenschaftliche Forschung. Gründer des Think-Tanks war Richard Fink, ein früherer Ökonom, der später Cheflobbyist bei Koch Industries wurde und als solcher Präsident zahlreicher mit Koch Industries in Verbindung stehender Organisationen und Stiftungen war, unter anderem der Charles G. Koch Charitable Foundation.[3]


Das Mercatus-Center zählt zu dem umfangreichen Netzwerk der Industriellen Charles G. Koch und David H. Koch, das diese nutzen, um mit ihren finanziellen Zuwendungen Wahlen zu beeinflussen und allgemein libertäre Ideen in die Öffentlichkeit zu bringen.[4] Für die Gründung erhielt die Universität 30 Millionen Dollar von den Kochs.[1]
Die Organisation zählt zu den wichtigsten Think Tanks, die Klimawandelleugnung betrieben und Klimaschutz bekämpfen.[5] Die Amerikanistin Eva Schweitzer sieht das Hauptanliegen des Mercatus Centers darin, den „schädlichen Einfluss“ von Umweltschutzgesetzen auf die Wirtschaft nachzuweisen.[1]
Das Wall Street Journal attestierte dem Think-Tank 2010 großen Einfluss auf die Deregulierungspolitik der Regierung George W. Bush.[6]