Mercedes-Benz N 1300

Kleintransporter der Daimler-Benz AG für den spanischsprachigen Markt From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Mercedes-Benz N 1300, zuvor Mercedes-Benz N 1000 und DKW F 1000 (oder DKW-IMOSA F 1000) ist ein Kleintransporter, der von der spanischen Tochtergesellschaft IMOSA (Industrias del Motor S.A.) entwickelt und hergestellt wurde.

Schnelle Fakten N 1300 (oder auch N 1000) ...
Mercedes-Benz
Mercedes-Benz N 1300
Mercedes-Benz N 1300
Mercedes-Benz N 1300
N 1300 (oder auch N 1000)
Hersteller Daimler-Benz
Verkaufsbezeichnung N 1300 / N 1000
Produktionszeitraum 1963–1986
Vorgängermodell DKW-Schnellaster
Nachfolgemodell Mercedes-Benz MB 100
Technische Daten
Bauformen Pritschenwagen, Kastenwagen, Kleinbus
Motoren Ottomotor:
0,981 Liter
(29 kW)
Dieselmotoren:
1,767–1,988 Liter
(32–41 kW)
Länge 4395 mm
Breite 1790 mm
Höhe 1950 mm
Radstand 2500 mm
Nutzlast 1,2–1,45 t
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Geschichte

Bereits der frühere DKW-Schnellaster wurde ab 1954 parallel von der spanischen IMOSA in Vitoria produziert. 1963 wurde bei IMOSA der Eintonner-Schnelltransporter DKW F 1000 entwickelt. Das Design war von Fissore mit drei verschiedenen Ausführungen entworfen worden, unter anderem als Transporter und als Kleinbus. Konstruktiv war der Kleintransporter dem ostdeutschen Barkas B 1000 sehr ähnlich, im Unterschied zu diesem jedoch in Rahmenbauweise ausgeführt, zudem besaß das Fahrzeug eine sogenannte Frischölautomatik und Knüppelschaltung.[1] Der 1-Liter-Dreizylinder-Zweitaktmotor von DKW wurde für den Kleintransporter auf 40 PS gedrosselt. Obwohl das Fahrzeug auch nach Deutschland exportiert wurde und als Eintonner mit moderner Karosserie einen größeren Nutzwert aufwies als der damalige VW T1, fand der F 1000 in Deutschland nur geringe Verbreitung. Die Daimler-Benz AG übernahm 1958 die Auto Union GmbH und verkaufte diese zwischen 1964 und 1966 sukzessive an die Volkswagenwerk AG, behielt jedoch die Werke in Düsseldorf und Vitoria.

Der F 1000 wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt. 1964 kam der Typ F-1000-D mit Dieselmotor auf den Markt, der Export nach Deutschland endete jedoch bereits 1965. Bei dem Dieselmotor handelte es sich zunächst um den von der spanischen ENMASA in Barcelona in Lizenz gebauten Mercedes-Benz OM 636 mit 1,8 l Hubraum und 43 PS (32 kW) Leistung. Inzwischen firmierte das nach wie vor zum Daimler-Benz-Konzern gehörende Werk in Vitoria unter MEVOSA. Diese Zeit hatte eine große Bedeutung für die Zukunft des Unternehmens, denn sie führte zu der vertiefenden Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz.[2] Ab 1975 wurde er zunächst als Mercedes-Benz N 1000, dann als N 1300 (Nutzlast 1300 kg) angeboten und erhielt ab 1976 den Nachfolge-Dieselmotor OM 615 mit 1,988 l Hubraum und 60 PS (44 kW) Leistung. Aus diesem Fahrzeug entstand der Mercedes-Benz MB 100, der von 1988 bis 1995 mit überarbeiteter Karosserie auch wieder in Deutschland verkauft und schließlich durch den Mercedes-Benz Vito (ebenfalls in Vitoria gebaut) ersetzt wurde.[3]

Eine Zeit lang wurde der DKW F 1000 auch in Argentinien hergestellt.[4]

Technische Daten

Weitere Informationen Schnelltransporter DKW F 1000 (1963) ...
Schnelltransporter DKW F 1000 (1963)[5][6]
MotorDrei-Zylinder-Zweitaktmotor
Hub/Bohrung (mm)76/74
Verdichtung6,65
Dauerleistung40 PS (45 SAE-PS) bei 4500/min
Drehmoment8,5 kpm bei 2200/min
SchmierungFrischölautomatik
KühlungThermosiphonkühlung (8 Liter Inhalt)
Getriebe4 Gänge
FußbremseATE – hydraulisch auf alle vier Räder, Duplex
LenkungSchneckengetriebe
RahmenKastenprofilrahmen
Radaufhängungvorn Dreieckslenker und Querblattfeder; hinten Torsionskurbelachse/Drehstab
Gesamtlänge4395 mm (Kasten), 4380 mm (Pritsche)
Gesamtbreite1790 mm (Kasten), 1970 mm (Pritsche)
Gesamthöhe1950 mm
Radstand2500 mm
Spurweitevorn: 1320 mm, hinten: 1460 mm
Leermasse1250–1350 kg
Nutzlast1000–1050 kg
Ladevolumen (Kasten)6,6 m³
Höchstgeschwindigkeit90–100 km/h
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Commons: Mercedes-Benz N 1300 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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