Mesocarb
Arzneistoff
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Mesocarb (INN) ist ein synthetisch hergestelltes Stimulans und gehört strukturell zur Gruppe der Amphetamine und zu den mesoionischen Verbindungen.
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||
| Freiname | Mesocarb | ||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C18H18N4O2 | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | |||||||||||||
| Wirkstoffklasse | |||||||||||||
| Wirkmechanismus |
Hemmung der Wiederaufnahme von Dopamin am synaptischen Spalt | ||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 322,36 g·mol−1 | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Geschichte
Das Medikament wurde in den 1970er-Jahren in der Sowjetunion entwickelt und am 1. Januar 1974 auf dem Markt eingeführt.[3]
Eigenschaften
Mesocarb wirkt als Dopamin-Wiederaufnahmehemmer,[4][5] der zwar nicht so schnell wirkt wie Dextroamphetamin, dafür aber länger wirkt und ein geringeres neurotoxisches Potential hat.[6]
Mesocarb wurde in Russland zur Behandlung der ADHS[7][8] oder medikamentenbedingter Sedierung eingesetzt; zudem als Sympathomimetikum bei Kreislaufschwäche.[9]
Rechtslage
Deutschland
In der Bundesrepublik Deutschland ist Mesocarb laut Anlage II BtMG[10] ein verkehrsfähiges aber nicht verschreibungsfähiges Betäubungsmittel, jeglicher Besitz ohne Erlaubnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bundesopiumstelle) ist strafbar.
Schweiz
In der Schweiz gilt Mesocarb als kontrollierter Stoff.[11]