Metal Church

US-amerikanische Metal-Band From Wikipedia, the free encyclopedia

Metal Church ist eine US-amerikanische Heavy-Metal-Band aus Seattle. Sie wurde 1981 von Kurdt Vanderhoof unter dem Namen Shrapnel gegründet.

Aktive Jahre1980–1996; 1998–2001; 2003–2009; ab 2012
Schnelle Fakten Allgemeine Informationen, Herkunft ...
Metal Church
Metal Church live Wacken 2016

Metal Church live Wacken 2016

Allgemeine Informationen
Herkunft Seattle, Vereinigte Staaten
Genre(s) Heavy Metal, Power Metal, Thrash Metal
Aktive Jahre 1980–1996; 1998–2001; 2003–2009; ab 2012
Auflösung
Website www.metalchurchofficial.com
Gründungsmitglieder
Kurdt Vanderhoof
Kirk Arrington †2023 (bis 2005)
Mike Murphy (bis 1981)
Duke Erickson (bis 1993)
Gitarre
Craig Wells (bis 1993, 1998)
Aktuelle Besetzung
Gitarre
Kurdt Vanderhoof
Gesang
Brian Allen (seit 2025)
Bass
David Ellefson (seit 2025)
Gitarre
Rick Van Zandt (seit 2008)
Schlagzeug
Ken Mary (seit 2025)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
David Wayne † (1981–1989, 1998–2001)
Gesang
Mike Howe † (1988–1994, 2015–2021)
Gitarre
John Marshall (1989–1993, 1998–2001)
Schlagzeug
Andrew „Raven's Claw“ Peters (2005–2006)
Gitarre
Jay Reynolds (2004–2008)
Gesang
Ronny Munroe (2004–2014)
Schlagzeug
Jeff Plate (2006–2017)
Gesang
Marc Lopes (2022–2024)
Bass
Steve Unger (2004–2024)
Schlagzeug
Stet Howland (2017–2024)
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Zur Zeit ihrer Gründung befanden sich die Subgenres Thrash Metal und Speed Metal noch in ihrer Entwicklung. Metal Church prägten diese wesentlich mit.

Geschichte

1980er: Die Anfänge

Gitarrist Kurdt Vanderhoof Live 2006

Kurdt Vanderhoof gründete die Band zusammen mit Kirk Arrington, Mike Murphy, Duke Erickson und Craig Wells, die er noch aus Highschool-Tagen kannte. Zunächst traten sie als Coverband auf und begann erst nach und nach, eigene Lieder zu schreiben. Statt Kirk Arrington war zunächst ein anderer Freund Vanderhoofs, der spätere Metallica-Mitbegründer Lars Ulrich, als Schlagzeuger vorgesehen. Gerade zur Zeit der Gründung Shrapnels zog dieser jedoch nach Los Angeles um. 1983 wurde die Band in Metal Church umbenannt. Der Name geht auf Kurdt Vanderhoofs Apartment in San Francisco zurück, die sogenannte „Metal Church“, in der sich für ihn und seine Freunde alles um Heavy Metal drehte. 1984 erschien das Debütalbum, das positiv aufgenommen wurde und der Band auch einen kommerziellen Erfolg bescherte. Mit der Veröffentlichung von The Dark wurden Metal Church in einem Atemzug mit Metallica genannt, mit denen sie dann auch auf eine große Tour gingen. Die Band trennte sich in dieser Zeit von David Wayne, da dieser seine Alkoholprobleme nicht mäßigen konnte. Mit dem neuen Sänger Mike Howe (zuvor bei Heretic) und dem Album Blessing in Disguise befanden sich Metal Church 1989 auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.

1990er: Erste Trennung und Reunion mit David Wayne

Auf The Human Factor zeigte sich Mike Howe 1991 als voll in die Band integriert. Nachdem dieses Album veröffentlicht war, trieb Kurdt Vanderhoof seine Solo-Karriere verstärkt voran, ohne jedoch Metal Church gänzlich aufzugeben. Zusammen mit dem Bedeutungsverlust des gesamten Genres in den 90er-Jahren führte das jedoch dazu, dass die Band sich 1993 nach der Veröffentlichung von Hanging in the Balance auflöste. Die einzelnen Musiker verbrachten die folgenden Jahre mit ihren Solo-Projekten.

1998 wiedervereinigten sich Metal Church mit David Wayne, als es mit dem Heavy Metal wieder etwas aufwärtsging. Die ersten Lebenszeichen waren das Livealbum Live, welches jedoch nur ein Konzert aus den Achtzigern beinhaltet. 1999 folgte Masterpeace, das auf geteilte Kritiken stieß.

2000er: Ronny-Munroe-Ära und zweite Trennung

Metal Church beim Wacken Open Air 2016

2001 verließ David Wayne die Band, 2004 kamen Ronny Munroe, Jay Reynolds und Steve Unger dazu. Nebenprojekte Vanderhoofs verzögerten die Veröffentlichung des Albums The Weight of the World bis 2004.

2005 musste Kirk Arrington die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen und wurde durch Jeff Plate ersetzt. David Wayne starb am 10. Mai desselben Jahres nach einem Autounfall.

Am 21. Februar 2008 gab die Band bekannt, dass Gitarrist Jay Reynolds die Band aus persönlichen Gründen verlassen habe. Sein Nachfolger war Rick Van Zandt, der bereits mit Ronny Munroe zusammen gespielt hatte.

Im Juli 2009 gab die Band auf ihrer Webseite bekannt, dass sie sich aufgelöst hat, jedoch noch ein letztes Konzert auf dem Rocklahoma spielen wird. Die restlichen Konzerte für 2009 wurden abgesagt. Als Grund für die Trennung wurde unter anderem der Bankrott ihres Labels SPV genannt.

2010er: Zweite Reunion und Wiedervereinigung mit Mike Howe

Im Oktober 2012 kam es zur zweiten Reunion. Im Oktober 2013 veröffentlichte die Band ihr Album Generation Nothing. Im September 2014 verließ Ronny Munroe die Band.

2015 gab die Band auf ihrer Facebook-Seite bekannt, dass Mike Howe nach über 20 Jahren zur Band zurückkehren werde und ein neues Album geplant sei.[1] 2016 veröffentlichte die Band ihr Comeback-Album XI und im Dezember 2018 folgte mit Damned If You Do ein weiteres Album.

Die Damned If You Do-Tournee führte die Band in den Jahren 2018 und 2019 durch 41 Städte in elf Ländern. Die beiden Konzerte am 24. und 25. August 2019 in Kawasaki, Japan wurden für ein geplantes Live-Album aufgenommen.[2][3]

2020er: Tod von Mike Howe und weitere Besetzungswechsel

Im April 2020 veröffentlichten Metal Church die Kompilation From the Vault, welche Material wie Cover-Versionen, Liveaufnahmen und unveröffentlichte Tracks aus der Zeit seit der Reunion mit Mike Howe enthält. Außerdem berichtete Vanderhoof davon, dass die Band plane, im Sommer des Jahres mit den Arbeiten am dreizehnten Studioalbum zu beginnen und dass ein Livealbum mit den Japan-Aufnahmen geplant sei.[2][4][5]

Mike Howe starb am 26. Juli 2021 im Alter von 55 Jahren durch Suizid.[6][7] In Gedenken an Howe veröffentlichte die Band eine weitere Kompilation mit Aufnahmen seit der Reunion. Darunter befindet sich auch die letzte Demoaufnahme mit Howe, Never Grow Old.

Die übriggebliebenen Bandmitglieder entschlossen sich trotz des Verlustes weiterzumachen und verpflichteten 2022 Marc Lopes, um das dreizehnte Studioalbum fertigzustellen. Vanderhoof hatte bereits ein neues Album geschrieben und schrieb nach dem Tod Howes weiteres Material, dass in eine aggressivere Richtung ging. Für Lopes entschieden sie sich, da sie keinen Klon von David Wayne oder Mike Howe suchten.[8]

Kirk Arrington starb am 22. Mai 2023 im Alter von 61 Jahren.[9]

Congregation of Annihilation erschien am 26. Mai 2023 und war mit Platz 14 ihr bislang bestplatziertestes Album in den deutschen Album-Charts. Die Band spielte im selben Jahr 34 Konzerte, auf denen hauptsächlich Material der ersten beiden Alben präsentiert wurde.

Diskografie

Studioalben

Weitere Informationen Jahr, Titel Musiklabel ...
Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  US
1984 Metal Church
Ground Zero
Erstveröffentlichung: Juli 1984
1986 The Dark
Elektra Records
US92
(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. Oktober 1986
1989 Blessing in Disguise
Elektra Records
DE39
(4 Wo.)DE
US75
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. Februar 1989
1991 The Human Factor
Epic Records
Erstveröffentlichung: 26. März 1991
1993 Hanging in the Balance
SPV/Steamhammer
DE79
(8 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 7. Oktober 1993
1999 Masterpeace
SPV/Steamhammer
Erstveröffentlichung: 22. Juli 1999
2004 The Weight of the World
SPV/Steamhammer
Erstveröffentlichung: 28. September 2004
2006 A Light in the Dark
SPV/Steamhammer
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2006
2008 This Present Wasteland
SPV/Steamhammer
Erstveröffentlichung: 23. September 2008
2013 Generation Nothing
Body of Work Recordings
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 2013
2016 XI
Rat Pak Records
DE34
(1 Wo.)DE
AT51
(1 Wo.)AT
CH30
(1 Wo.)CH
US57
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. März 2016
2018 Damned If You Do
Nuclear Blast
DE68
(1 Wo.)DE
CH83
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 2018
2020 From the Vault
Reaper Entertainment
DE85
(2 Wo.)DE
CH78
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 10. April 2020
2023 Congregation of Annihilation
Reaper Entertainment
DE14
(1 Wo.)DE
AT50
(1 Wo.)AT
CH25
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 26. Mai 2023
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Livealben

  • 1998: Live
  • 1998: Live in Japan
  • 2024: The Final Sermon: Live in Japan 2019

Singles

  • 1985: Gods of Wrath
  • 1986: Start the Fire
  • 1986: Watch the Children Pray
  • 1988: Iron Man (mit Sir Mix-a-Lot)
  • 1989: Fake Healer
  • 1989: Badlands
  • 1991: Date with Poverty
  • 1991: In Harm’s Way
  • 1991: In Mourning
  • 1991: The Human Factor
  • 1993: Gods of Second Chance
  • 2015: Badlands

Videoalben

  • 2007: Dynamo – Classic Concerts 1991

Musikvideos

  • 1986: Watch the Children Pray
  • 1989: Badlands
  • 1991: Date with Poverty
  • 1991: In Harm’s Way
  • 2016: No Tomorrow
  • 2016: Needle & Suture
  • 2018: Damned If You Do
Commons: Metal Church – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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