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Metatrichoniscoides leydigii

Art der Gattung Metatrichoniscoides From Wikipedia, the free encyclopedia

Metatrichoniscoides leydigii , als Schreibvariante auch Metatrichoniscoides leydigi geschrieben, ist eine selten gefundene Art der Landasseln mit Verbreitung in West- und Mitteleuropa.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Metatrichoniscoides leydigii

Metatrichoniscoides leydigii

Systematik
Unterstamm: Krebstiere (Crustacea)
Ordnung: Asseln (Isopoda)
Unterordnung: Landasseln (Oniscidea)
Familie: Zwergasseln (Trichoniscidae)
Gattung: Metatrichoniscoides
Art: Metatrichoniscoides leydigii
Wissenschaftlicher Name
Metatrichoniscoides leydigii
(Weber, 1880)
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Merkmale

Weibchen der Art[1] erreichen eine Körperlänge von 2,5 Millimeter, Männchen von 3 Millimeter. Die Tiere sind rein weiß gefärbt, ohne jede Pigmentierung oder Zeichnung. Die Tergite des Körpers tragen in Querreihen angeordnete körnchenartige Tuberkel, drei Reihen auf dem ersten Tergit, zwei auf den folgenden. Solche Tuberkel sitzen auch auf dem vierten Glied der Antennen (drei Reihen) und auf deren fünften Glied (zwei Reihen). Der Kopf ist völlig augenlos. Die relativ kurzen Antennen tragen eine dreigliedrige Geißel, das zweite Geißelglied trägt ein Büschel haarförmiger Sensillen (Ästhetasken genannt).

Die Art ist von den anderen Arten der Gattung sicher nur im männlichen Geschlecht unterscheidbar, Weibchen sind nicht bis zur Art bestimmbar. Bei den Männchen[1] ist der Exopodit des ersten Pleopoden (Extremität des Pleon) dreieckig, mit zwei Anhängen etwa gleicher Länge. Der Endopodit besitzt einen stäbchenartigen Fortsatz, dessen Spitze fein gestreift ist. Der zweite Pleopode hat einen rechteckigen Exopoditen, der Endopodit besteht aus zwei etwa gleich großen Gliedern, deren zweites (distales) endet in einem durchsichtigen, eiförmigen Lappen, an der Basis sitzt ein kurzer Fortsatz (Apophyse) an. Im Inneren sitzt auf der Innenseite eine stärker sklerotisierte Stützstruktur, die sich nach distal verbreitert und dort einige Zähnchen trägt.

Habituell unterscheidet sich die Art von sehr ähnlichen Arten der Familie Trichoniscidae, mit denen sie oft vergesellschaftet im selben Habitat zusammenlebt, an der etwas robusteren Statur und der rein weißen Farbe.[2][3] Da bei konservierten Tieren der Familie die Farbe ausbleicht, sind diese so nicht unterscheidbar.

Verbreitung und Lebensraum

Die Art lebt im Boden. Der Erstfund gelang beim Umdrehen tief eingegrabener Steine am Meeresstrand.[4] Weitere Funde stammen aus dem Boden, aus Kompost oder Torfsubstrat, aus Moospolstern oder unter aufliegenden Steinen oder Blumentöpfen etc. Die Art ist aber auch mehrfach synanthrop, in Gärten und in Gewächshäusern, gefunden worden, darunter auch an Orten, die vermutlich außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets liegen. Es wird daher angenommen, dass sie öfter, etwa mit Transporten von Boden oder Humus, verschleppt wird.

Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst vermutlich den Westen Frankreichs, Belgien,[2], die Niederlande, Deutschland und England. Aus Tschechien, Schweden und Finnland liegen nur Gewächshausfunde vor. Die einzigen bekannt gewordenen beiden Funde aus Deutschland sind die Schleuseninsel im Hafen von Wilhelmshaven und eine Baumschule in Heuchelheim an der Lahn, Hessen,[3] dorthin sicher auch verschleppt. In England liegen die Funde in einem Garten, einem Gartenmarkt, aber auch im Mündungsgebiet des River Ribble, Kent,[5] so dass auch natürliche Verbreitung hier anzunehmen ist. Aufgrund der Verschleppungen wurde die Art in Teilen Europas als Neozoon eingestuft.[6] Allerdings liegt das natürliche Verbreitungsgebiet ebenfalls in Europa.

Taxonomie und Systematik

Die Art wurde von dem Zoologen Max Weber als Trichoniscus leydigii erstbeschrieben.[4] Er benannte sie zu Ehren des deutschen Zoologen Franz von Leydig. Typlokalität ist die Küste der Zuiderzee in den Niederlanden, das Typusmaterial ist aber verschollen.[7] Albert Vandel transferierte sie in die von ihm selbst 1943 erstbeschriebene Gattung Metatrichoniscoides. Die Gattung umfasst fünf sehr ähnliche Arten, die alle in Westeuropa vorkommen, drei in Frankreich, zwei in Großbritannien (darunter jeweils diese Art), eine in Portugal und diese Art in Deutschland. Ein weiterer Artname, Metatrichoniscoides palmeni Vandel, 1952, wurde mit dieser Art synonymisiert.

Einzelnachweise

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