Methanobrevibacter smithii

Art der Gattung Methanobrevibacter From Wikipedia, the free encyclopedia

Methanobrevibacter smithii ist ein obligat anaerobes, fluoreszierendes, methanogenes Archaeon[1], das als Darmbewohner[2], in der Vaginal- und Mundflora bei Menschen und anderen Säugetieren verbreitet ist.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Methanobrevibacter smithii

Methanobrevibacter smithii DSM 861 (=PST)

Systematik
Abteilung: Methanobacteriota
Klasse: Methanobacteria
Ordnung: Methanobacteriales
Familie: Methanobacteriaceae
Gattung: Methanobrevibacter
Art: Methanobrevibacter smithii
Wissenschaftlicher Name
Methanobrevibacter smithii
Balch & Wolfe, 1981
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Merkmale

Das Archaeeon ist ein 0,5 bis 0,7 μm breites und 1 bis 1,5 μm langer Coccus. Es ist grampositiv, hat also eine der Membran aufgelagerte dicke, mehrschichtige Peptidoglycanen-Zellwand, und erreicht sein Wuchsoptimum bei einem pH-Wert zwischen 6,9 und 7,4. Es tritt üblicherweise in neutralen Lösungen auf. Seine optimale Temperatur beträgt 37 bis 39 °C.[3]

Eigenschaften

Stoffwechsel

Der Organismus verwertet Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid, die von anderen Mikroorganismen der Darmflora als Stoffwechselprodukte ausgeschieden werden. M. smithii bildet hieraus unter Energiegewinn Methan und Wasser. Das Archaeon gehört damit zu den hydrogenotrophen Methanbildnern.[4]

Einfluss auf den menschlichen Körper

Das Archaeon soll laut einer Hypothese, welche von dem 1947 geborenen Mikrobiologen der Washington University in St. Louis, Jeffrey I. Gordon, aufgestellt wurde, die Zahl der Firmicutes in der menschlichen Darmflora durch die Methanogenese, die es durchführt, ansteigen lassen. Dadurch würden Nahrungsmittel in Relation zur vom Menschen zu sich genommenen Menge mehr Energie liefern. So könne u. a. Adipositas hervorgerufen werden.[5][6][7]

Externe Systematik

M. smithii ist eine Archaeen-Spezies im Phylum Methanobacteriota (früher „Euryarchaeota“ genannt). Die Art gehört zur nicht-taxonomischen Gruppe der Methanbildner und wird den Methanobacteriales zugeordnet.[1]

Literatur

  • Everly Conway de Macario, Alberto J. L. Macario: Methanogenic archaea in health and disease: a novel paradigm of microbial pathogenesis. In: International Journal of Medical Microbiology, Band 299, Nr. 2, Februar 2009, S. 99–108; doi:10.1016/j.ijmm.2008.06.011, PMID 18757236 (englisch).
  • Viktoria Weinberger, Rokhsareh Mohammadzadeh, Marcus Blohs, Kerstin Kalt, Alexander Mahnert, Sarah Moser, Marina Cecovini, Polona Mertelj, Tamara Zurabishvili, Bhawna Arora, Jacqueline Wolf, Tejus Shinde, Tobias Madl, Hansjörg Habisch, Dagmar Kolb, Dominique Pernitsch, Kerstin Hingerl, William Metcalf, Christine Moissl-Eichinger: Expanding the cultivable human archaeome: Methanobrevibacter intestini sp. nov. and strain Methanobrevibacter smithii ‘GRAZ-2’ from human faeces. In: International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, Band 75, Nr. 4, 16. April 2025; doi:10.1099/ijsem.0.006751 (englisch). Dazu:

Einzelnachweise

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