Mexikonymphe

Art der Gattung Thalurania From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Mexikonymphe (Eupherusa ridgwayi, Syn. Thalurania ridgwayi) ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art ist endemisch in Mexiko. Der Bestand wird von der IUCN als gefährdet (vulnerable) eingeschätzt.

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Mexikonymphe

Mexikonymphe (Eupherusa ridgwayi)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Emeralds (Trochilini)
Gattung: Eupherusa
Art: Mexikonymphe
Wissenschaftlicher Name
Eupherusa ridgwayi
(Nelson, 1900)
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Merkmale

Die Mexikonymphe erreicht eine Körperlänge von etwa 9 bis 10 cm bei einem Gewicht von ca. 3,5 bis 4,2 g. Die Männchen haben einen geraden schwarzen Schnabel. Der vordere Oberkopf schimmert violett blau, der hintere Oberkopf bläulich grün. Der Rest der Oberseite ist grün. Die Kehle glitzert smaragdgrün, der Bauch und die Unterschwanzdecken sind dunkelgrün. Der Schwanz ist leicht gegabelt und bläulich schwarz. Die Oberseite des Weibchens ähnelt farblich der des Männchens, doch haben jene einen kleinen weißen Punkt hinter den Augen. Die Unterseite ist gräulich, die Brustseiten weisen grüne Flecken auf. Der leicht gegabelte Schwanz ist ebenfalls bläulich-schwarz, doch haben die zentralen Steuerfedern einen grünlichen Schimmer. Die äußeren Steuerfedern sind weiß gefleckt.[1]

Verhalten und Ernährung

Den Nektar bezieht die Mexikonymphe vermutlich ähnlich wie andere Arten der Gattung Thalurania von blühenden Rötegewächsen, Ingwergewächsen und Epiphyten wie Bromeliengewächsen, Heidekrautgewächsen und Misteln. Gliederfüßer werden sowohl vom Laub gesammelt als auch in der Luft gejagt und gefangen.[1]

Lautäußerungen

Der Gesang besteht aus unregelmäßig wiederholten flüssigen tsip Lauten. Oft werden diese in schnellen Serien von 2 bis 4 Lauten von sich gegeben, die wie ein flüssiges Rütteln klingt. Meist geben sie diese Töne im Schwirrflug von sich.[1]

Fortpflanzung

Das einzige was zur Fortpflanzung bekannt ist, ist das sie im Februar und März in Brutstimmung beim Sammeln beobachtet wurden.[1]

Verbreitung und Lebensraum

Verbreitungsgebiet der Mexikonymphe

Die Mexikonymphe bevorzugt feuchte Wälder, Schluchten und Bergausläufer in Höhen zwischen 250 und 1200 Meter. Eine genaue Eingrenzung ihres Habitats ist bisher nicht wissenschaftlich erforscht. Wahrscheinlich trifft man sie auch in Kaffeeplantagen an. Sie sind an den zum Pazifik gerichteten Berghängen im Süden von Nayarit, in Jalisco und in Colima heimisch.[1]

Migration

Die Mexikonymphe ist ein Standvogel.[1]

Unterarten

Die Art gilt als monotypisch.[2]

Etymologie und Forschungsgeschichte

Edward William Nelson beschrieb die Mexikonymphe unter dem heutigen Namen Thalurania ridgwayi. Als Fundort des Typusexemplars, dass er gemeinsam mit Edward Alphonso Goldman gesammelt hatte, nannte er San Sebastián del Oeste.[3] John Gould hatte 1848 Thalurania für eine Unterart der Schwalbennymphe (Thalurania furcata viridipectus) eingeführt.[4][A 1] »Thalurania« leitet sich aus den griechischen Worten »thalos, τηαλοσ« für »Kind, Nachkomme« und »ouranos, οὐρανός« für »Himmel« ab.[5] Das Artepitheton »ridgwayi« ist Robert Ridgway (1850–1929) gewidmet.[6]

Literatur

  • Andrew Townsend Peterson, Peter Boesman: Mexican Woodnymph (Eupherusa ridgwayi). In: Josep del Hoyo, Andrew Elliott, Jordi Sargatal, David Andrew Christie, Eduardo de Juana (Hrsg.): Birds of the World. Lynx Edicions, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA 18. August 2021 (englisch, birdsoftheworld.org [abgerufen am 20. Oktober 2025]).
  • James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
  • Edward William Nelson: Descriptions of Thirty New North American Birds, in the Biological Survey Collection. In: The Auk. Band 17, Nr. 3, 1900, S. 253–279 (digitalcommons.usf.edu [PDF; 741 kB; abgerufen am 20. Oktober 2025]).
  • John Gould: Drafts for a new arrangement of the Trochilidae. In: Proceedings of the Zoological Society of London. Band 16, Nr. 180, 1848, S. 11–14 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 20. Oktober 2025]).
  • George Sangster, Jimmy Gaudin, Karl-Ludwig Schuchmann: A new genus for Thalurania ridgwayi (Trochilidae). In: Bulletin of the British Ornithologists’ Club. Band 143, Nr. 1, 2023, S. 63–64 (bioone.org [abgerufen am 20. Oktober 2025]).

Einzelnachweise

Anmerkungen

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