Michael John Wingfield
südafrikanischer Akademiker
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Michael („Mike“) John Wingfield (* 21. April 1954 in Warner Beach, Provinz Natal)[1] ist ein südafrikanischer Pflanzenpathologe und Forstwissenschaftler sowie Gründungsdirektor des Forestry and Agricultural Biotechnology Institute (FABI) an der Universität Pretoria.[2] Von 2014 bis 2019 war er Präsident der International Union of Forest Research Organizations (IUFRO).[3]
Leben
Wingfield studierte ab 1974 Botanik und Phytopathologie an der Universität von Natal, wo er 1976 den Bachelor auf Science und 1977 den Bachelor of Science with Honours erlangte. Danach setzte er seine Studien der Phytopathologie an der Universität Stellenbosch fort und erwarb dort 1979 den Master of Science. 1983 wurde er an der University of Minnesota zum Ph.D. promoviert mit der Dissertation „Ecology of the pine wood nematode, Bursaphelenchus xylophilus in the North Central United States“.[1]
Nach Forschungstätigkeit am Plant Protection Research Institute in Stellenbosch kam Wingfield 1988 an die Universität des Freistaates, wo er im Department of Microbiology and Biochemistry zunächst als Associate Professor und von 1990 bis 1998 als Professor lehrte.[1] Im Jahr 1998 war er Mitgründer des Forschungsinstituts FABI an der Universität Pretoria,[2] das er bis 2018 leitete und wo er weiterhin als Professor tätig ist. Er prägte den Aufbau eines Forschungsumfelds, das Wissenschaft, Praxis und internationale Partner zusammenbringt.[4] Er war auch Gastprofessor an der Murdoch University (2006) und der University of California, Davis (2009).[1]
Wingfield widmete seine Laufbahn der Gesundheit von Bäumen und Wäldern, mit Schwerpunkten auf Mykologie, forstlicher Entomologie und Biosecurity, und wurde in Südafrika als international vernetzter Forscher bekannt.[5]
Wingfield ist seit 1979 mit Brenda D. Wingfield, geb. Fairbairn, verheiratet, die als Professorin am Department of Biochemistry, Genetics and Microbiology der Universität Pretoria lehrte.[1]
Wirken
Wingfield erforscht neu auftretende und invasive Pilzkrankheiten an Bäumen sowie die globalen Ausbreitungswege von Schaderregern; er veröffentlichte über 1.000 Fachbeiträge und zählt zu den meistzitierten Forschenden seines Faches in Südafrika.[5] Als IUFRO-Präsident (2014–2019) stärkte er die internationale Zusammenarbeit zwischen Forschung, Politik und Industrie und rückte Waldgesundheit und wissenschaftsbasierte Kommunikation in den Fokus.[6] Sein mit dem Harry Oppenheimer Fellowship Award gefördertes Projekt klärt die Herkunft und Ökologie zweier humanpathogener Pilze auf, um die medizinische Mykologie in Südafrika zu erweitern.[7]
Auszeichnungen
2016 zeichnete die University of Minnesota Wingfield mit dem Distinguished Leadership Award for Internationals aus.[8] 2020 erhielt er den NSTF-South32 Special Annual Theme Award: Plant Health.[5] 2021 wurde er mit dem Harry Oppenheimer Fellowship Award ausgezeichnet.[7] 2025 verlieh ihm die Schwedische Universität für Agrarwissenschaften (SLU) die Ehrendoktorwürde.[9] Er ist Träger des Kwame-Nkrumah-Wissenschaftspreises der Afrikanischen Union.
Weblinks
- Mike Wingfield am Forestry and Agricultural Biotechnology Institute