Michael Kilroy
irischer Politiker (Fianna Fáil)
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Michael Kilroy (* 14. September 1884 in Newport, County Mayo, Vereinigtes Königreich; † 23. Dezember 1962 ebenda) war ein irischer Republikaner und Politiker der Sinn Féin und später der Fianna Fáil. Er war von August 1923 bis Juli 1937 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem Unterhaus des irischen Parlaments (Oireachtas).

Biografie
Er war Mitglied der Irischen Republikanischen Bruderschaft und gehörte mit Richard Walsh zu den Organisatoren der Überfälle des Jahres 1913 im County Mayo. Kilroy war Quartiermeister und ab 1921 kommandierender Offizier der IRA-Brigade (West) Mayo im irischen Bürgerkrieg. 1921 war er am Hinterhalt von Kilmeena beteiligt. Am 20. Mai 1921 wurde sein Haus von den britischen Truppen niedergebrannt. Kilroy lehnte den Anglo-Irischen Vertrag ab und setzte seinen Kampf nun gegen die irischen Streitkräfte fort. Seine Männer besetzten am 12. September 1922 Ballina. Dabei fielen ihnen große Mengen Waffen und Munition in die Hände. Kilroy wurde jedoch am 23. November 1922 nach einer wilden Schießerei mit zahlreichen anderen IRA-Kämpfern verhaftet und zuvor schwer verletzt. Er wurde zunächst in Athlone, dann im Mountjoy Prison inhaftiert. Nach seinem Hungerstreik verließ er Ende 1923 das Gefängnis. Er versuchte erstmals, noch aus dem Gefängnis heraus, bei den Wahlen 1923 im Wahlkreis Mayo South in den Dáil gewählt zu werden. Trotz des Wahlerfolgs nahm er den Sitz wegen der von der Sinn Féin verfolgten Politik des Abstentionismus den Sitz nicht ein. Er trat dann der Fianna Fáil bei und wurde bei den Wahlen im Juni und September 1927, 1932 und 1933 wiedergewählt. Bei den Wahlen 1937, 1944 und 1954 konnte er den Sitz nicht zurückgewinnen.[1] Dann trat er nicht mehr an. Von 1934 bis 1945 war er Vorsitzender des Mayo County Council.