Michael Laube

deutscher Maler und Installationskünstler From Wikipedia, the free encyclopedia

Michael Laube (* 17. März 1955 in Coburg) ist ein deutscher Maler und Installations­künstler.

Biographie

  • lebt und arbeitet in Berlin

Auszeichnungen

  • 1989: Preis der Darmstädter Sezession für junge Kunst
  • 1989: Kunstpreis Zweibrücken, Kunstverein Zweibrücken
  • 1995: Karl - Hofer - Stipendium, Berlin[1]

Künstlerisches Werk

Die gegen Ende der neunziger Jahre entstandenen Wandarbeiten von Michael Laube stehen unter dem Einfluss der Farbfeldmalerei. Sie zeigen sein Bestreben, eine räumliche Malerei zu entwickeln. Dabei ordnete er Farben auf transparentem Acrylglas dreidimensional an und konzentrierte sich damit nicht ausschließlich auf die räumliche Farbwirkung wie Barnett Newman und Mark Rothko es taten.

Ab 2000 ist sein Werk, ausgehend von der Malerei, von der Auseinandersetzung mit der Architektur geprägt. In diesem Zuge entstanden unter anderem Arbeiten, welche gegenständliche Architekturfragmente zeigen. Der Schwerpunkt lag hierbei nicht vordergründig auf dem Raumthema. Es ging vielmehr um das Lesbarmachen von Architektur. Dieser Entwicklungsrichtung war Michael Laube jedoch nur kurzzeitig gefolgt.

Seit 2003 entstanden Arbeiten, die eine ganz neue Qualität in seiner Auseinandersetzung mit der Architektur brachten. Dabei entstanden Werke, welche den Raum nicht allein zum Thema haben, sondern ihn auch gänzlich einnehmen. Zwar wurden diese Arbeiten für konkrete Räume geschaffen und nehmen architektonische Bezüge des jeweiligen Ortes auf – dennoch handelt es sich stets auch um autonome Werke. Sie repräsentieren die formale Auseinandersetzung mit dem Raum. In der Arbeit „Raum 9“ (2005) schuf Michael Laube Installationen, welche sich von Architektur nunmehr einzig durch das Fehlen jeglicher Funktionalität und Zweckmäßigkeit unterscheiden.[2]

Wie Donald Judd, in dessen Tradition die Arbeiten des Künstlers stehen, hat Michael Laube den Raum als seinen primären Aktionsbereich definiert. Und wie bei Donald Judd erschließen sich die Werke nicht zuletzt durch Perspektivwechsel. So wie der Betrachter seinen Standpunkt, seine Perspektive zum Objekt verändert, so wandelt sich auch das Objekt in seinem Verhältnis zum Betrachter.

Fußnoten

Einzelausstellungen (Auswahl)

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Kunst am Bau

Literatur

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