Michael Schwab (General)

deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Michael Schwab (* 9. Mai 1927 in München; † 17. April 1996 in Lahnstein) war ein deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Schwab, Sohn eines Zollkommissars, trat am 1. März 1944 als Offizieranwärter bei der SS-Panzerjäger-Ausbildungs- und -Ersatz-Abteilung 1 in Rastenburg in die Waffen-SS ein. Von Juli bis Oktober 1944 war er Geschützführer und Maschinengewehr-Truppführer in der SS-Panzerjäger-Abteillung 1 in Belgien und in Arnheim in den Niederlanden, von Oktober bis Dezember 1944 Geschützführer und Gruppenführer in der Divisions-Begleit-Kompanie der 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“ in Belgien, den Niederlanden und in der Ardennenoffensive, von Dezember 1944 bis Februar 1945 Zugführer im SS-Panzergrenadier-Regiment 11 in der Eifel, an der Saar und in Hagenau im Elsass und zuletzt als Panzeraufklärungs-Zugführer in einer Kampfgruppe bei Brünn und Prag. Am April 1945 wurde er zum SS-Standartenoberjunker ernannt und war von Mai bis August 1945 in Kriegsgefangenschaft der Sowjetunion. Nach erfolgreicher Flucht war er von September 1945 bis Juni 1946 in Kriegsgefangenschaft der Vereinigten Staaten.[1][2]

1946 bis 1947 absolvierte Schwab einen Förderkurs für Kriegsteilnahmer, den er mit dem Abitur abschloss. Danach studierte er vom Sommersemester 1947 bis zum Wintersemester 1954 Philosophie und Staatswissenschaften an der Philosophisch-theologischen Hochschule Regensburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er legte die Prüfung für das Lehramt ab und promovierte am 24. Juni 1953 zum Doktor der Philosophie mit einer Dissertation über Leopold Ranke und das Mittelalter.[3] 1954 bis 1956 war er bei der Bayerischen Gemeindebank und der Bayerischen Landesbank in München tätig.[1][2]

Am 1. Oktober 1956 trat Schwab als Oberfeldwebel (OA) in die Bundeswehr ein und durchlief die Offizierausbildung an der Heeresoffizierschule I in Hannover bis November 1957, wo er am 20. Juli 1957 zum Leutnant befördert wurde. Anschließend war er bis November 1960 Zugführer, Offizier für Personalwesen (S 1) und Kompaniechef im Gebirgspanzerjägerbtaillon 8, was in jener Zeit zum Panzerbataillon 243 umgegliedert wurde und in Traunstein und Landsberg am Lech stationiert war. Von November 1960 bis März 1962 war er Kompaniechef der Ausbildungskompanie 3/8 und wurde im April 1962 auf einen Dienstposten zur besonderen Verwendung/Schüleretat an die Führungsakademie der Bundeswehr nach Hamburg versetzt.[1][2]

Von Oktober 1962 bis September 1964 absolvierte Schwab den 5. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.[4] Danach war er von Oktober 1964 bis September 1966 Generalstabsoffizier für Militärisches Nachrichtenwesen (G 2) der 12. Panzerdivision in Veitshöchheim, von Oktober 1966 bis September 1968 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der Panzergrenadierbrigade 10 in Weiden in der Oberpfalz, von Oktober 1968 bis Dezember 1970 Referent im Führungsstab des Heeres I 4 (Planungshilfen) und nach Umorganisation des Führungsstabes von Januar bis September 1971 im Referat VI 2 (Langfristige Planung), im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, von Oktober 1971 bis September 1972 G 3 und Lehrstabsoffizier an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und von Oktober 1972 bis März 1975 Referatsleiter Führungsstab des Heeres VI 5 (Grundsatzangelegenheiten Rüstung), später VI 2 (Langfristige Planung), im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.[1][2]

Im April 1975 wurde Schwab Brigadekommandeur der Jägerbrigade 10 in Weiden in der Oberpfalz,[5.1] wo er im April 1980 zum Brigadegeneral ernannt wurde. Ab April 1982 war er stellvertretender Divisionskommandeur und Kommandeur Divisionstruppen der 2. Panzergrenadierdivision in Kassel[5.2] und wurde im April 1985 Generalmajor, stellvertretender Kommandierender General und Kommandeur Korpstruppen des III. Korps in Koblenz.[5.3] Mit Ablauf des September 1987 wurde er in den Ruhestand versetzt.[6]

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

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