Michael von Haugwitz

preußischer Landrat From Wikipedia, the free encyclopedia

Michael Freiherr von Haugwitz (geb. um 1746 in Schlesien; gest. im 19. Jahrhundert) war ein preußischer Landrat.

Leben

Wappen derer von Haugwitz.

Michael Freiherr von Haugwitz war katholischen Glaubens, wie sein Vater, und Angehöriger des aus dem Meißnischen stammenden alten Adelsgeschlechts Haugwitz. Sein Vater war Miteigentümer des Gutes Ober Hausdorf in der Grafschaft Glatz. Nach Rolf Straubel trat er dieses Gut um 1758/1759 an seinen Bruder Johann Wenzel von Haugwitz ab. Ober Hausdorf kam etwa 1628 für einen Spottpreis von 5.436 Thlr. 25 Krz. und 4 Heller, so Rudolph Graf Stillfried von Rattonitz als späterer Vertreter der Vorbesitzer, in die Familie. Dieser Haugwitz-Familienzweig konvertierte damals schon den Glauben.[1]

Er selbst widmete sich wohl zunächst der Landwirtschaft, bevor er im April 1778 Deputierter des Kreises Frankenstein i. Schles. im königlichen Hauptquartier in Schönwalde wurde. Ab etwa 1789 bis 1780 amtierte er als kommissarischer Landrat und Nachfolger von Johann Carl Andreas von Arnold im Kreis Leobschütz. Die Ernennung zum regulären Landrat erfolgte noch 1780. Am 7. Mai 1780 teilte ihm Friedrich II. mittels Ordre mit, dass er mit ihm „sehr zufrieden sei“ und er seine „Sachen im letzten Krieg, v. a. bei Franckenstein, sehr gut gemacht“ hätte. Aus diesem Grund bot er ihm das Amt als Präsident in der Kriegs- und Domänenkammer von Marienwerder an, das er jedoch Mai des Jahres ablehnte.

Das Amt als Landrat übte er noch bis zum Jahr 1813 aus, Nachfolger wurde Wenzel Karl von Sedlnitzky. Über seinen eigenen Familienstand und Nachfahren liegen derzeit keine genealogischen Daten vor.

Literatur

Quellen

  • GSTa PK, I HA Rep. 89, Nr. 2993, n. f.
  • Festschrift zur Feier des hundertfünfzigjährigen Bestehens des Königlischen katholischen Gymnasiums zu Leobschütz. W. Witke, Leobschütz 1902, S. 14–15-Anmerkung 1) Anmerkung 3), S. 93. (PDF).

Einzelnachweise

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