Michael von Rad
deutscher Mediziner und Hochschullehrer
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Leben und Wirken
Michael von Rad, ein Sohn des Theologen Gerhard von Rad, studierte seit dem Wintersemester 1959/60 Medizin an den Universitäten Heidelberg, Marburg/L. und Hamburg. Das medizinische Staatsexamen legte er 1965 an der Universität Hamburg ab und promovierte dort 1966 zum Dr. med. Von 1966 bis 1977 war er als wissenschaftlicher Assistent an der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg tätig. 1970/71 hielt er sich zu einem Forschungsaufenthalt am Mount Sinai Hospital der Universität New York auf. Im Jahre 1977 habilitierte er sich an der Universität Heidelberg für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Von 1979 bis 1984 hatte er eine C3-Professur an der Psychosomatischen Universitätsklinik in Heidelberg inne. 1984 wechselte er nach München und war dort bis zu seiner Emeritierung 2005 Ordinarius an der Technischen Universität München sowie Chefarzt bzw. Direktor der Abt. für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum München-Harlaching.
Schwerpunkt seiner ärztlichen Tätigkeit und seiner Veröffentlichungen war die Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Sein mitverfasstes Lehrbuch hierüber erschien 1997 in sechster Auflage.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Krankheit als psychosomatisches Problem. In: Michael von Rad (Hrsg.): Anthropologie als Thema von psychosomatischer Medizin und Theologie. Kohlhammer, Stuttgart 1974, ISBN 3-17-001778-0, S. 9–45.
- Alexithymie. Empirische Untersuchungen zur Diagnostik und Therapie psychosomatisch Kranker (= Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie. Bd. 30). Springer, Berlin/Heidelberg 1983, ISBN 3-540-12141-2.
- mit Siegfried Zepf: Aktuelle Probleme psychoanalytischer Psychosomatik. In: Psyche. Bd. 39, 1985, S. 738–749.
- mit Walter Bräutigam und Paul Christian: Psychosomatische Medizin. Ein kurzgefaßtes Lehrbuch. 6. Auflage. Thieme, Stuttgart 1997, ISBN 3-13-498306-0.
- mit Günther Klug und Dorothea Huber: Unterwegs zum Wirksamkeitsnachweis von Psychoanalysen und Psychotherapien – Sisyphos zwischen therapeutischer Scylla und methodischer Charybdis. In: Psyche. Bd. 55, H. 3, 2001, S. 311–319.
- mit Dorothea Huber (Hrsg.): Störungsorientierte psychodynamische Therapie im Krankenhaus. Kohlhammer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-17-026581-3.