Michaelia Cash

politiker, Australien From Wikipedia, the free encyclopedia

Michaelia Clare Cash (* 19. Juli 1970 in Subiaco City) ist eine australische Politikerin (LP). Von 2015 bis 2022 war sie in verschiedenen Ressorts Mitglied der australischen Regierung und ist seitdem Senatorin.

Michaelia Cash (2014)

Werdegang

Cash ist die Tochter des Bauunternehmers George Cash, der 1984 in das Parlament von Western Australia gewählt wurde.[1] Nach ihrem Schulabschluss studierte sie an der Curtin University, wo sie 1990 mit dem Bachelor of Arts in Public Relations, Politikwissenschaft und Journalismus abschloss. Sie besitzt außerdem einen Honours Degree in Rechtswissenschaften der University of London und ein Graduate Diploma in Legal Practice der University of Western Australia.

Bereits 1988 war Cash in die Liberal Party of Australia eingetreten und fungierte hier bis 1990 als Vorstandsmitglied der Jungen Liberalen der Curtin University und anschließend verschiedene Positionen in der Jungen Liberalen Bewegung von Western Australia. Nach ihrem Studienabschluss war Cash einige Jahre als Rucksacktouristin durch die Levante, bevor sie nach Australien zurückkehrte.[2] 1999 trat sie eine Stellung als Rechtsanwältin bei der internationale tätigen Kanzlei Freehills an, wo sie bis 2008 arbeitete und sich vor allem im Bereich des Arbeits- und Sozialrechts betätigte.[3]

Bei der Parlamentswahl 2007 wurde Cash für die Liberale Partei in den Australischen Senat gewählt. Hier war sie Mitglied unter anderem des Ausschusses für Bildung, Beschäftigung und Arbeitsbeziehungen, dem sie zeitweilig auch vorsaß. 2013 wurde sie als Assistant Minister für Frauen beim Premierminister in die neu gebildete Regierung Abbott berufen. Nach der parteiinternen Ablösung von Premierminister Tony Abbott durch Malcolm Turnbull gehörte Cash der neuen Regierung Turnbull I als Ministerin für Frauenangelegenheiten an.[4] Nach einem Skandal im Oktober 2017, in dessen Zuge eine Mitarbeiterin aus ihrem Hause zurücktreten musste, nachdem vor einer Durchsuchung von dieser vertrauliche Informationen durchgestochen worden waren,[5] wechselte Cash im Dezember 2017 im Rahmen einer Kabinettsumbildung als Ministerin in das Ressort für Arbeit und Innovation.[6]

Im August 2018 wurde Cash in der Regierung Morrison I vom neuen Premierminister Scott Morrison als Ministerin für kleine und mittlere Unternehmen, Fachkräfte und Berufsbildung berufen. In der nur wenige Monate später vereidigten Regierung Morrison II war Cash Ministerin für Beschäftigung, Qualifikationen, Klein- und Familienunternehmen. Im Oktober 2020 wurde sie zusätzlich zur stellvertretenden Regierungsführerin im Senat ernannt. Ende März 2021 wurde Cash im Rahmen einer Kabinettsumbildung zur Generalstaatsanwältin und Ministerin für Arbeitsbeziehungen ernannt.[7] Bereits kurz nach ihrer Ernennung geriet Cash in die Kritik, nachdem einem Berater von Linda Reynolds vorgeworfen wurde, eine Mitarbeiterin vergewaltigt zu haben. In diesem Zusammenhang wurde Cash Beihilfe zur Vertuschung vorgeworfen.[8] Cash wies die Vorwürfe zurück.[9]

Bei der Parlamentswahl 2022 wurde Cash als Senatorin für Western Australia wiedergewählt. Durch den Sieg der Labor-Partei bei dieser Wahl und die damit gebildete Regierung Albanese I schied sie aber aus der Regierung aus. Im Dezember 2024 wurde sie im Senat zur Oppositionsführerin ernannt.[10]

Privat

Cash ist mit einem Rechtsanwalt verheiratet. Kinder hat das Paar nicht, da sich Cash aufgrund einer chronischen Erkrankung dazu entschieden hat, diese nicht vererben zu wollen.[2]

Commons: Michaelia Cash – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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