Michel Tauriac

französischer Journalist, Redaktreur und Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Michel Tauriac, eigentlich Michel Tauriac-Lenfant (* 21. Juni 1927; † 26. Dezember 2013[1]) war ein französischer Journalist, Redakteur und Schriftsteller.

Leben

Tauriac meldete sich freiwillig zur Armee und kämpfte im Indochinakrieg mit. 1950 kehrte er nach Frankreich zurück und bekam sofort eine Anstellung als Auslandskorrespondent. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag dabei auf dem Nahen Osten und Indochina.

Er schrieb u. a. für Zeitungen und Zeitschriften wie Paris-Presse, Journal du Combattant und France Dimanche. Bei Letzterer fungierte er für einige Zeit auch als Chefredakteur. Später wechselte er zu Radio und Fernsehen. Er arbeitete für RTL, France Inter und Radio France. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Tauriac 1989, als er zum Generaldirektor von Radio France ernannt wurde. 1991 gab er dieses Amt auf und zog sich langsam ins Privatleben zurück.

Rezeption

Tauriac galt als unbedingter Parteigänger und Verehrer von Charles de Gaulle und dessen Politik. Dies zeigt sich auch in seinen Sachbüchern, welche eigentlich nur dieses eine Thema kennen.

Tauriac war Präsident des Association des écrivains combattants und Ehrenpräsident der Association France-Louisiane. Außerdem galt er als wichtiges Mitglied der Fondation Charles de Gaulle und der Académie des Sciences d’Outre-Mer.

Mazamet, die „tote Stadt“

Im Jahr 1972 hatte mit 16.600 die Zahl der Verkehrstoten in Frankreich einen neuen, dramatischen Höchststand erreicht. Michel Tauriac hatte daraufhin die Idee, diese Zahl plastisch darzustellen und fand mit Mazamet eine Gemeinde, die in etwa so viele Einwohner hat, wie Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind. Er fand mit einiger Überzeugungsarbeit auch im Bürgermeister Pierre Barraillé einen Befürworter der Idee. Nach Tauriacs Vorstellung sollten alle Einwohner Mazamets sich für zehn Minuten an einem Frühlingstag im Jahr 1973 auf die Straße legen und innehalten. Tatsächlich machten beinahe alle Bewohner der Stadt mit, auch dank Einverständnis der örtlichen Arbeitgeber, die ihren Arbeitern für diese Aktion freie Zeit gewähren mussten. Die Aktion war ein überaus großer Erfolg, da auch Kamerateams der größten Fernsehanstalten des Landes vor Ort waren und darüber berichteten.

Über „Mazamet, die tote Stadt“ berichtete die Arte-Sendung Stadt Land Kunst in ihrer 1506. Folge ausführlich.[2][3]

Ehrungen

Werke (Auswahl)

Belletristik
Sachbücher

Fußnoten

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