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Michelau in Oberfranken

Gemeinde in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Michelau in Oberfranken (amtlich: Michelau i.OFr., fränkisch: Michlaa) ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels im Norden des Freistaates Bayern.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Michelau in Oberfranken
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Michelau i.OFr. hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 10′ N, 11° 7′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Lichtenfels
Höhe: 266 m ü. NHN
Fläche: 19,35 km²
Einwohner: 6042 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 312 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96247
Vorwahlen: 09571, 09574
Kfz-Kennzeichen: LIF, STE
Gemeindeschlüssel: 09 4 78 145
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
96247 Michelau i.OFr.
Website: www.gemeinde-michelau.de
Erster Bürgermeister: Andreas Robisch (SPD)
Lage der Gemeinde Michelau i.OFr. im Landkreis Lichtenfels
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Geographie

Geographische Lage

Benachbarte größere Städte sind Lichtenfels (etwa fünf Kilometer), Coburg (etwa 25 km), Kronach (etwa 25 km), Kulmbach (etwa 30 km) und Bamberg (etwa 45 km).

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Michelau hat fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Geschichte

Michelau wurde erstmals 1195 urkundlich erwähnt. Entstanden ist der Ort aus einem Fischerdorf am Main, in dem bis ins 18. Jahrhundert Weinbergspfähle für Mainfranken hergestellt wurden. Im 18. Jahrhundert verbreitete sich die Korbmacherei, deren Produkte schon um 1780 bis nach Holland, 1792 bis nach Preußen und Russland verkauft wurden. Im Jahr 1840 lebten in Michelau 1003 Menschen.[4] Um 1900 gab es in Michelau fast 900 Korbmacher, deren Erzeugnisse in die ganze Welt gingen. Ab 1950 entstanden auch einige Großbetriebe, die das wirtschaftliche Rückgrat der Gemeinde bilden (Korbwaren, Kinderwagen, Metallwaren, Spielwaren, Textilien, Autozubehör).

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1977 wurde die Gemeinde Lettenreuth eingegliedert.[5] Aus der Gemeinde Neuensee wurde bereits am 15. Februar 1952 die neue Gemeinde Neuensorg ausgegliedert.[6] Neuensee wurde am 1. Januar 1978 zusammen mit Schwürbitz eingemeindet.[5]

Einwohnerentwicklung

Am 31. Dezember 2025 hatte Michelau 6189 Einwohner.

Religion

  • 34,42 % evangelisch
  • 35,42 % katholisch
  • 30,16 % andere

Politik

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit dem 22. März 2026 Andreas Robisch (SPD).[7] Er folgte Jochen Weber (CSU), der im Mai 2021 sein Amt angetreten hatte.

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

  • CSU: 6 Sitze
  • SPD: 6 Sitze
  • UBM: 4 Sitze
  • AfD: 2 Sitze
  • Soziale Bürger: 2 Sitze
  • Junge Union: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 22. März 2026)

Wappen

Wappen von Michelau in Oberfranken
Wappen von Michelau in Oberfranken
Blasonierung: „Auf silbernem Grund eine geflochtene und geschlossene schwarze Reuse.“[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Evangelische Johanneskirche Michelau

Museen

  • Das in einem ehemaligen Korbhändlerhaus untergebrachte Deutsche Korbmuseum zeigt Flechtarbeiten aus der ganzen Welt.[9]

Baudenkmäler

  • Die Klopfermacherstatue im Gemeindeteil Neuensee erinnert an das Teppichklopferhandwerk, das von 1840 bis 1980 im Dorf ausgeübt wurde. Die Skulptur wurde 1997 von Wolfgang Zwieb geschaffen und zeigt Kathi Ritzel, eine der Letzten der Klopfermacherzunft.

Wirtschaft

Im Jahr 2023 erzielte Michelau Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 2,86 Millionen Euro. Mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 400 % liegt die Gemeinde knapp unter dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz Deutschlands. Dieser beträgt 403 % (Stand: 2022).[10]

Ein großer Arbeitgeber der Stadt war mit mehr als 2000 Beschäftigten das 1967 gegründete Unternehmen Scherer und Trier, das thermoplastische Formteile für die Automobilindustrie entwickelte und fertigte. Nach einer Insolvenz im Jahr 2014 wurde Scherer und Trier 2015 vom indischen Automobilzulieferer Samvardhana Motherson International übernommen und unter dem Namen Samvardhana Motherson Innovative Autosystems (SMIA) weitergeführt. Anfang 2025 hatte SMIA noch 1500 Beschäftigte. Bis Ende 2025 sollen noch 1050 bis 1100 Stellen vorhanden sein.[11]

Verkehr

Haltepunkt Michelau (Oberfr)

Der Haltepunkt Michelau (Oberfr) liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Hof.

Persönlichkeiten

Literatur

Einzelnachweise

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