Michl Schmidt

deutscher Bildender Künstler From Wikipedia, the free encyclopedia

Michl Schmidt (* 1973 in Rothenburg ob der Tauber als Michael Schmidt) ist ein deutscher Bildender Künstler.

Michl Schmidt bei der Performance „Vorlesung Gips“ im Projektraum AKKU, Stuttgart

Leben und Wirken

Nach einer Ausbildung zum Steinmetz/Steinbildhauer sowie anschließender traditioneller Wanderschaft als Steinmetzgeselle studierte Michl Schmidt Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg[1] bei Tim Scott, Claus Bury und Georg Winter.[2]

2009/10 war er Stipendiat der Akademie Schloss Solitude Stuttgart,[3] 2011 im Künstlerdorf Schöppingen und 2015 auf der Plattform 12 Robert Bosch Campus Renningen / Neues Zentrum für Forschung und Vorausentwicklung. 2020 erhielt er das Stipendium „10qm Corona Katalyse“ der Stadt Stuttgart und 2022 die Publikationsförderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Von 2006 bis 2009 hatte er einen Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg für das Seminar „Kunstwettbewerb“.

Schmidt betreut seit 2012 die Bildhauerei im Werkstatthaus Stuttgart.

Michl Schmidt ist als freischaffender Künstler tätig. Seine Objekte, Installationen und Performances sind regelmäßig Teil von Ausstellungen in Deutschland und international.[4]

Regelmäßig beteiligt er sich an künstlerischen Kollaborationen wie dem Atelier Ameisenberg[5], der forschungsgruppe_f[6], dem Urban Research Institute (URI)[7] und der Arbeitsgemeinschaft anastrophale Stadt (AG Ast)[8].

Grundlage seiner Artefakte sind Alltagsgegenstände und vorgefundene Materialien. Dabei untersucht er die unterschiedlichen Aspekte von Material: z. B. dessen Funktion als Ressource, seine Eigenschaften, seinen Wert, die Symbolik und die Möglichkeiten der Bearbeitung. Durch „Umbauen, Umnutzen, Zweckentfremden und [...] Verschieben von Kontexten“[9] stellt er geläufige Rezeptionsmuster in Frage. Die Gestaltung des Materials reicht dabei von einfachen gestischen Eingriffen bis zu intensiver handwerklicher Bearbeitung. Recherche und Aneignung handwerklicher Kenntnisse und Techniken sind oft Bestandteil dieses künstlerischen Prozesses. Dabei nutzt Schmidt auch Strategien des DIY und der Bricolage.

Er lebt und arbeitet in Stuttgart und Uffenheim.

Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • „Kellerpalais“, Akademie Schloss Solitude Stuttgart (2010)[10]
  • „Verteidigung des Normalzustands“, aut Innsbruck (2010)[11][12]
  • „Hier und Jetzt“, Künstlerhaus Stuttgart (2010)[13]
  • „Raumproduktion“, Kunsthalle Düsseldorf (2011)[14][15]
  • „Kunst beim Fahren“, Neuer Saarbrücker Kunstverein (2012)
  • „Vorschlag zur Rezeption“, Saarlandmuseum Saarbrücken (2013)[16]
  • „Skulptopia“, zeitraumexit Mannheim (2014)
  • „Introduce #16“, Schneiderei Wien (2015)[17]
  • „Versprechen, Verlesen, Verschreiben“, Gmünder Kunstverein (2015)[18]
  • „TWF-Model“, Projektraum Ameisenbergstraße Stuttgart (2017)[19]
  • „Ohne Geräte – plastische Übungen / direktes Design / Exercises without equipment“, Akademie Schloss Solitude Stuttgart (2017)[20]
  • „Ektoplastik“, Projektraum AKKU Stuttgart (2018)[21]
  • „Muntele Furnica“, Current Festival, 2021[22]
  • „Studio Spartacus – Sportsbar“, Galerie Palermo Stuttgart (2023)[23]

Performances (Auswahl)

Publikationen

  • mit Akademie Schloss Solitude (Hrsg.), Jean-Baptiste Joly (Hrsg.): Kellerpalais-Manifesto. Akademie Schloss Solitude, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-937158-63-1.[27][28]
  • mit Oana Paula Vainer: Muntele Furnica. Prima.Publikationen, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-910868-00-7.[29][30]
  • mit Lisa Biedlingmaier, Nathalie Koger, Wolfgang Obermair, Johannes Siegmund: Ektoplastik, Exhibition Catalog for the Künstlerbund Baden-Württemberg. Selbstverlag, Stuttgart 2018.[31]

Einzelnachweise

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