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Paul Jeute

deutscher Schriftsteller und Historiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Paul Jeute (Pseudonym Micul Dejun; * 1981 in Dresden) ist ein deutscher Schriftsteller und Historiker.[1]

Leben

Paul Jeute wuchs in Dresden auf. Bis 1989 bereiste er mit seiner Familie regelmäßig Rumänien.[2]

Paul Jeute studierte an den Universitäten von Dresden, Halle, Prag und Hermannstadt/Sibiu (Rumänien) Geschichte und Kunstgeschichte.[3] Seine Magisterarbeit wurde 2013 in überarbeiteter Form als Buch mit dem Titel Bukarest. Mythen, Zerstörung, Wiederaufbau. Eine architektonische Stadtgeschichte. gedruckt.[4] Jeute schrieb Artikel für die Kulturredaktionen der Prager Zeitung und der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien. 2010 begründete Jeute die Offspace-Galerie Fischladen in Dresden. Sie existierte bis 2012.[5] Danach war Paul Jeute Student am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Zwischen 2008 und 2012 präsentierte er dokumentarische Foto-Ausstellungen im Kaukasus und in Südosteuropa.

Literarische Texte veröffentlicht er unter dem Pseudonym Micul Dejun (rumänisch für Frühstück). Unter diesem Namen veröffentlicht er auch in unregelmäßigen Abständen Beiträge im Suhrkamp-Logbuch.[6] Paul Jeute lebte als freier Autor, Kulturhistoriker und Lektor in Leipzig.[7] Er wurde mit Stipendien u. a. in Schöppingen, Stuttgart, Šamorín (Slowakei) und Jagniątków (Polen, 2021) ausgezeichnet.[8]

Am 1. Januar 2022 übernahm Paul Jeute die Leitung des Museums Segeberger Bürgerhaus in Bad Segeberg.[9]

Paul Jeute war im Mai 2026 als Gast bei der bekannten Hamburger Lesereihe Literatur Quickie geladen, um aktuelle Prosa und Kurzgeschichten vorzustellen.[10]

Publikationen

Literarische Texte

  • Micul Dejun & Ludwig Giersch: Unde Este Europa? Eine Reise zwischen Balkan und Kaukasus = Wo ist Europa? Mehrsprachige Ausgabe. Schiller, Bonn / Hermannstadt 2009, ISBN 978-3-941271-18-0.
  • Rzehak, Johanna / Meinhardt, Klara / Nestler, Michael / Dejun, Micul: Buried in concrete. Eine Gemeinschaftsproduktion. Die Verlagsgesellschaft, Dresden 2013, ISBN 978-3-940418-56-2.
  • Micul Dejun, Alwin von Mislowitz zu Seckendorf: Bilder aus Plagwitz, Leutzsch und Lindenau. SuKuLTuR, Berlin 2014, ISBN 978-3-95566-039-0.
  • Micul Dejun: Was an uns vorbeizieht. Notizen zwischen Beijing und Dunhuang. hochroth Verlag, Leipzig 2018, ISBN 978-3-903182-25-7.
  • Róža Domašcyna, Axel Helbig (Hrsg.): Weltbetrachter. Neue Lyrik. Eine Anthologie aus Sachsen. poetenladen, Dresden 2020, ISBN 978-3-948305-07-9.
  • Paul Jeute: Solche Orte. Möglichkeiten einer Reise. In: Skizzenbücher. Nr. #23. Trottoir Noir, Leipzig 2024, ISBN 978-3-945849-30-9, S. 128.

Geschichtliche und kunstbezogene Texte

  • Paul Jeute: Der geköpfte Hahn - Die Verfilmung eines Romans oder das Schicksal der Siebenbürger Sachsen. GRIN-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-656-13855-6.
  • Paul Jeute, Stephan Franck (Hrsg.): Fischladen. Ausstellungskatalog. Die Verlagsgesellschaft, Dresden 2012, ISBN 978-3-940418-49-4.[5]
  • Paul Jeute: Bukarest. Mythen, Zerstörung, Wiederaufbau. Eine architektonische Stadtgeschichte. Schiller Verlag, Bonn / Hermannstadt : 2013, ISBN 978-3-944529-17-2.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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