Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz

privater und unabhängiger Verein, dessen Zweck die Verteidigung von Mietern ist From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz (MV) vertritt die Interessen der zur Miete wohnenden Schweizerinnen und Schweizer auf nationaler Ebene.

RechtsformVerein
Gründung1915[1] in Biel[1]
SitzBern
PräsidentCarlo Sommaruga
Schnelle Fakten Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz (MV), Rechtsform ...
Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz
(MV)
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Rechtsform Verein
Gründung 1915[1] in Biel[1]
Sitz Bern
Präsident Carlo Sommaruga
Generalsekretärin Linda Rosenkranz
Website https://www.mieterverband.ch/
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Er hat rund 230’000 Mitglieder und besteht aus den kantonalen Mieterinnen- und Mieterverbänden, die in drei sprachregionalen Dachverbänden – Mieterinnen- und Mieterverband Deutschschweiz (MVD), L’Association des locataires en Suisse romande (ASLOCA Romande) und Associazione Svizzera Inquilini (ASI) – organisiert sind. Das Generalsekretariat vertritt die Mieterinnen und Mieter in der nationalen Politik.

Rechtlich ein privater Verein mit einer ideellen Zielsetzung und ohne staatliche Unterstützung, gehört der MV zu den grossen Non-Profitorganisationen (NPO) der Schweiz.

Aufgaben

Das Selbstverständnis des MV hat sich im Verlauf der Jahre gewandelt. War seine Tätigkeit in der Vergangenheit im Wesentlichen auf die Rechte der Mieter ausgerichtet, versteht sich der MV in jüngster Zeit auch als nationales Kompetenzzentrum für Fragen rund um die Wohn- und Lebensqualität. Als traditionelle Dienstleistung gehört die kostenlose Rechtsberatung für Mitglieder bei Fragen rund ums Mieten und Wohnen zu den wichtigsten Tätigkeiten des Mieterinnen- und Mieterverbands. Der MV ist landesweit die einzige Organisation mit langjährig spezialisierter Kompetenz in diesem Bereich. Davon profitieren Mietende in den jährlich gegen 50’000 persönlichen Rechtsberatungen.

Die kantonalen Verbände oder Sektionen (2005: 27[2]) stellen Vertreterinnen und Vertreter für die kantonalen Schlichtungsstellen und Mietgerichte. Diese sind paritätisch aus Vertretenden der Mieterseite und der Vermieterseite zusammengesetzt.

Geschichte

Erste Mieterorganisationen wurden 1891 nach deutschem Vorbild in Basel und Zürich aufgrund grosser Wohnungsnot gegründet. 1915 wurde in Biel der Schweizerischer Mieterbund mit einem Zentralvorstand in Zürich gegründet.[2] Später hiess er Schweizerischer Mieterverband, bis er sich in Schweizerischer Mieterinnen- und Mieterverband umbenannte.

Seit der Gründung sind die zentralen Anliegen ein wirksamer Mieterschutz und ein mieterfreundliches Mietrecht. Die 1982 vom Mieterverband eingereichte Mieterschutz-Initiative wurde zugunsten eines direkten Gegenvorschlags zurückgezogen, der 1986 angenommen wurde. Seine Volksinitiative Ja zu fairen Mieten wurde 2003 verworfen.[2]

Verhältnis zum Mieterschutz Schweiz

Der Mieterverband beschwerte sich in Medienäusserungen darüber, dass das der Mieterschutz Schweiz MSS beim Verband abkupfere. Strässle als Geschäftsführer des Mieterschutzes fand hingegen, dass seine Kunden durchaus die beiden Angebote unterscheiden könnten, und konterte, dass der Mieterverband nicht mit Mieterschutz im Internet werben sollte.[3]

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

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