Miki Jevremović
jugoslawischer bzw. serbischer Popsänger
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Miodrag „Miki“ Jevremović (serbisch-kyrillisch Миодраг Јевремовић; * 27. März 1941 in Belgrad; † 13. Januar 2017 ebenda) war ein jugoslawischer bzw. serbischer Sänger populärer Musik.[1]
Leben
Miki Jevremović wurde am 27. März 1941 in Belgrad als Sohn von Vidoje Jevremović und Angelina Jevremović geboren.[2] Er besuchte das Gymnasium und wurde als exzellenter Schüler von der Abschlussprüfung befreit. Daraufhin immatrikulierte er sich an der Fakultät für mechanische Ingenieurwissenschaften der Universität Belgrad, erzielte aber nie einen Abschluss.[3]
Er genoss große Bekanntheit im Jugoslawien der 1960er und 1970er Jahre. Er nahm an verschiedenen Musikfestivals in Jugoslawien teil, darunter „Vaš šlager sezone“ (Sarajevo), „Beogradsko proleće“, „Zagrebački festival“, „Opatijski festival“ und „Splitski festival“. In den 1990er Jahren nahm er auch an Sommerfestivals in Montenegro teil.[4] Er arbeitete mit vielen Komponisten aus In- und Ausland zusammen, unter anderem mit Boris Bizetić und Mikis Teodorakis.
Seine Karriere begann mit den Songs Mama, Pijem und Osamnaest žutih ruža.[5] Spätere Hits waren Ako jednom vidiš Mariju, S kim si sada kad je tužno vreme und Pesnikova gitara. Zu seinen späteren Hits gehörten Grkinja, Lihnida und Neka toče staro vino. In den 1970er Jahren war er auch in der UdSSR sehr populär, neben Đorđe Marjanović und Radmila Karaklajić, wo er zum Sänger des Jahres 1974 und 1975 erklärt wurde.[6]
Seine Tochter, Jelena Jevremović, ist auch Sängerin in Serbien.[7]
Neben Musik gehörte Schach zu Jevremovićs Interessen und er nahm an verschiedenen Turnieren in Jugoslawien und im Ausland teil. Sein größter Erfolg war eine Partie mit dem ehemaligen Schwachweltmeister Anatoli Karpow.[8][9] Seine höchste FIDE-Wertung betrug 2125.[10]
Am 29. Dezember 2016 erlitt Jevremović einen Schlaganfall, er lag zwei Wochen im Koma und starb schließlich am 13. Januar 2017.[11] Er wurde auf dem Neuen Friedhof in Belgrad begraben.[12]
Während der Hochzeit seiner Karriere bestand eine Rivalität zwischen seinen Fans und denen von Đorđe Marjanović. Die Anhänger teilten sich in zwei Vereinigungen: „đokisti“ (Đokists) und „mikisti“ (Mikists).[13] Diese Teilung wurde in der Popkultur in der Serie Državni posao aufgegriffen. Der Protagonist der Komödie, Đorđe Čvarkov, ist ein Mikist.[14]
Trivia
Bekannt sind unter anderem auch seine Cover-Versionen der Hits California Dreamin’ (Zbogom, Kalifornijo) und The House of the Rising Sun (Kuća Izlazećeg Sunca).[15]