Militärstrafgesetz (DDR)
Militärstrafgesetz der DDR vom 24. Januar 1962
From Wikipedia, the free encyclopedia
Das Militärstrafgesetz der DDR vom 24. Januar 1962[2] löste die militärstrafrechtlichen Regelungen des Strafrechtsergänzungsgesetzes ab. Es trat gleichzeitig mit der Einführung der Wehrpflicht[3] in Kraft und verschärfte die Strafen zum Beispiel für Fahnenflucht deutlich.
| Basisdaten | |
|---|---|
| Titel: | Zweites Gesetz zur Ergänzung des Strafgesetzbuches |
| Kurztitel: | Militärstrafgesetz |
| Abkürzung: | MStG |
| Art: | Gesetz der Republik |
| Geltungsbereich: | Deutsche Demokratische Republik |
| Erlassen aufgrund von: | Art. 112 Satz 1 6. Gruppe 2. Var VerfDDR (1949/55)[1] |
| Rechtsmaterie: | Strafrecht |
| Erlassen am: | 24. Januar 1962 (GBl. I S. 25) |
| Inkrafttreten am: | 25. Januar 1962 |
| Außerkrafttreten: | 1. Juli 1968 |
| Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten. | |
Zum 1. Juli 1968 wurde es durch das 9. Kapitel des neuen Strafgesetzbuchs ersetzt.
Gemäß § 1 Abs. 1 des Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes begründet eine Verurteilung durch ein DDR-Gericht wegen Fahnenflucht in der Regel keinen Anspruch auf strafrechtliche Rehabilitierung.[4] Diese Urteile missachteten in der Regel nicht die in der Völkergemeinschaft anerkannten Menschenrechte in schwerwiegender Weise.[5]
Literatur
- Rüdiger Wenzke: Vom Straflager zum NVA-Knast. Dokumente zur Geschichte des DDR-Militärstrafvollzugs. Berlin, Ch. Links Verlag, 2024, ISBN 978-3-96289-219-7.[6]
- Helmut Irmen: Stasi und DDR-Militärjustiz. Der Einfluss des Ministeriums für Staatssicherheit auf Strafverfahren und Strafvollzug in der Militärjustiz der DDR. De Gruyter, 2014, ISBN 978-3-11031-664-3.