Mindener Weserfurt

Furt durch den Fluss Weser in der ostwestfälischen Stadt Minden From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Mindener Weserfurt war eine historisch bedeutende Furt durch die Weser in der ostwestfälischen Stadt Minden in Nordrhein-Westfalen. Sie bildete einen natürlichen Übergang über die Weser, war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und entwickelte sich zum Handelsort, da hier bedeutende Handelswege zusammenliefen. Die Stadt Minden entwickelte sich an diesem leicht passierbaren Übergang. Die Mindener Weserfurt beeinflusste auch die strategische Lage und spielte eine Rolle bei militärischen Belagerungen.

Blick auf die erste Weserbrücke (rechts) in Höhe der damaligen Weserfurt auf einem Merian-Stich um 1641

Lage

Die Mindener Weserfurt befand sich nördlich der Porta Westfalica, einem wichtigen Durchbruchstal der Weser durch das Weser- und Wiehengebirge. Die Furt war im Mittelalter der einzige leicht passierbare Flussübergang in der Region, was Minden zu einem zentralen Ort für Handel und Verkehr machte. Nächster Übergang stromab waren erst im 100 km entfernten Bremen.[1]

Geschichte

Die Mindener WeserFurt existierte mindestens seit dem Mittelalter. 1258 wurde sie das erste Mal durch eine Weserbrücke ersetzt. Die erste Weserbrücke in einer Urkunde vom 12. Juni 1258 erstmals erwähnt.[2]

Da die Stadt Minden eine Festung war, wurde der Zugang zur Stadt am westlichen Ufer der Brücke durch das so genannte Wesertor geschützt.

Festung und militärische Nutzung

Die Festung Minden umschloss die Stadt auch an der Mindener Weserfurt und diente dem Schutz des wichtigen Übergangs. Die Mindener Weserfurt war dabei nicht nur für den Handel, sondern auch für militärische Operationen relevant, so nutzte beispielsweise Napoleon die Weserfurt bei seinem Russlandfeldzug. Teile der Stadtbefestigung, wie das Wesertor am Übergang über die Weser, zeigen die strategische Bedeutung der Weserfurt an. Der Begriff Wesertor macht diese Rolle deutlich.[3]

Einzelnachweise

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