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Ministry in Charge of Emergency Management

ruandisches Ministerium für Katastrophenschutz und Flüchtlingspolitik From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Ministry in Charge of Emergency Management (MINEMA, „Ministerium für Katastrophenschutz“) ist eines der Ministerien der Regierung Ruandas. Der Hauptsitz befindet sich in der Hauptstadt Kigali innerhalb von Ubumwe im Sektor Muhima des Distrikts Nyarugenge.

Staatliche EbeneNational
Bestehenseit April 2010
HauptsitzPension Plaza, KN3 Rd, Kigali
Schnelle Fakten Ruanda Ministry in Charge of Emergency Management — MINEMA —, Staatliche Ebene ...
Ruanda
Ministry in Charge of Emergency Management
— MINEMA —
Staatliche Ebene National
Bestehen seit April 2010
Hauptsitz Pension Plaza, KN3 Rd, Kigali
Koordinaten 1° 57′ 5″ S, 30° 4′ 26,4″ O
Minister in Charge of Emergency Management Albert Murasira
Website www.minema.gov.rw
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Geschichte

Das Ministerium wurde im April 2010 als Ministry of Disaster Management and Refugee Affairs (MIDIMAR) gegründet. Als erster Minister wurde der ehemalige Verteidigungsminister General Marcel Gatsinzi ernannt.[1] Später änderte sich der Name des Ministeriums in Ministry of Disaster Management and Refugees Affairs und im Oktober 2018 in Ministry in Charge of Emergency Management (MINEMA).[2]

Aufgaben

Zu den Aufgaben des Ministeriums zählt die politische Führung und Koordination des Katastrophenschutzes und der Flüchtlingspolitik sowie die Überwachung der humanitären Hilfe in Notsituationen und Mobilisierung benötigter Ressourcen.[3]

Katastrophenschutz

Zu den Hauptaufgaben im Bereich Katastrophenschutz gehört die Durchführung von Untersuchungen und Bewertungen verschiedener Gefahren, darunter hydrometeorologische, geologische, nukleare, elektromechanische und biochemische Bedrohungen.[4]

Das Ministerium gibt unter anderem einen jährlichen Katastrophenfolgenbericht heraus.[5] Demnach starben beispielsweise 2024 bei Katastrophen 191 Menschen, davon am meisten durch Blitzeinschlag (81 Personen), Grubenunglücke (49 Personen) und Hauseinstürze (17 Personen).[6] Im Vorjahr waren es dagegen 243 Todesfälle, die vor allem auf Erdrutsche (87 Personen) und Überschwemmungen (74 Personen) aufgrund von heftigen Regenfällen im Mai zurückgingen, die nach Zahl der Todesopfer einige der schlimmsten der Landesgeschichte waren.[7][8]

Um für die Bevölkerung rechtzeitig Warnungen bereitzustellen, verwaltet das Ministerium für Katastrophenschutz Frühwarnsysteme. Zudem koordiniert es Notfallmaßnahmen zwischen Regierungsbehörden, Gemeinden, humanitären Organisationen und weiteren Akteuren und überwacht die Logistik der Sofortmaßnahmen in Katastrophenfällen. Darüber hinaus unterstützt es langfristige Wiederaufbauprogramme und den Aufbau einer robusten Infrastruktur.[9]

Flüchtlingspolitik

Ministry in Charge of Emergency Management (Ruanda)
Ministry in Charge of Emergency Management (Ruanda)
Lage der größten Flüchtlingslager in Ruanda
Liniendiagramm für die Anzahl sich in Ruanda befindender Flüchtlinge zwischen 1965 und 2024. Eine kleine Spitze mit knapp über 50.000 Flüchtlingen ist für die Jahre 1982 bis 1984 erkennbar. Die größte Spitze folgt mit einem Sprung von rund 25.000 Flüchtlingen im Jahr 1992 auf über 250.000 Flüchtlinge im Jahr 1993 und zurück auf schätzungsweise unter 10.000 Flüchtlinge im Jahr 1994. Danach steigt die Anzahl der Flüchtlinge relativ stetig wieder bis knapp über 50.000 im Jahr 2012. Danach erhöht sich der Anstieg bis zu einem Maximum von rund 170.000 Flüchtlingen im Jahr 2017 und sinkt bis 2024 auf einen Wert zwischen 110.000 und 120.000.
Anzahl Flüchtlinge in Ruanda (1965 – 2024) nach Our World in Data basierend auf Daten des UNHCR

Die Regierung Ruandas ist unter anderem Unterzeichner der Genfer Flüchtlingskonvention. Stand 31. August 2024 leben nach Angaben des Ministeriums für Katastrophenschutz 135.077 Flüchtlinge im Land, davon sind 82.621 bzw. 61,30 % Kongolesen und 51.294 bzw. 38,06 % Burundier. Darüber hinaus machen aus Libyen Evakuierte im Rahmen eines am 10. September 2019 zwischen Ruanda, der Afrikanischen Union und der UNHCR unterzeichneten Notfalltransitmechanismus 0,44 % und Flüchtlinge anderer Nationalitäten 0,20 % aus.[10][11] Zu den größten Flüchtlingslagern in Ruanda zählen das Flüchtlingslager Mahama an der tansanischen Grenze mit fast 60.000 burundischen Flüchtlingen sowie die Flüchtlingslager Kiziba, Kigeme, Nyabiheke und Mugombwa mit jeweils etwa 11.000 bis 16.000 vorwiegend kongolesischen Flüchtlingen.[12]

Struktur

Leitung

Amtierender Minister für Katastrophenschutz (Minister in Charge of Emergency Management) ist seit 22. August 2023 Albert Murasira. Staatssekretär (Permanent Secretary) ist seit 16. Juli 2025 Aristarque Ngoga.[13]

Weitere Informationen Name, Zeitraum ...
Liste der Katastrophenschutzminister
NameZeitraumBelege
Minister of Disaster Preparedness and Refugee Affairs
Marcel Gatsinzi April 2010 – 2013 [1][14]
Minister of Disaster Management and Refugees Affairs
Séraphine Mukantabana Februar 2013 – August 2017 [15][16]
Jeanne d’Arc Debonheur 31. Aug. 2017 – 18. Okt. 2018 [17][18]
Minister in Charge of Emergency Management
Germaine Kamayirese Okt. 2018 – März 2020 [2][19]
Marie Solange Kayisire März 2020 – Juli 2025 [19][20]
Albert Murasira ab 16. Juli 2025 [21]
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Abteilungen

Das Ministerium wird vom Büro des Ministers geleitet, dem das Büro des Staatssekretärs untersteht. Es gibt vier reguläre Abteilungen, darunter drei Generaldirektionen, sowie wie in anderen ruandischen Ministerien eine „Abteilung zur Durchführung einzelner Projekte“:[22][10]

  • Single Project Implementation Unit (SPIU, „Einheit zur Durchführung einzelner Projekte“)
  • Policy, Planning and Risk Reduction Directorate General („Generaldirektion Politik, Planung und Risikominderung“)
  • Response and Recovery Operations Directorate General („Generaldirektion Reaktions- und Wiederherstellungsoperationen“)
  • Surveillance and Preparedness Directorate General („Generaldirektion Überwachung und Bereitschaft“)
  • Administration and Finance Unit („Verwaltungs- und Finanzabteilung“)
  • Offizielle Website. (englisch).
  • Ministry of Disaster Management and Refugee Affairs (Hrsg.): The National Risk Atlas of Rwanda. 2015 (englisch, gov.rw [PDF; 8,4 MB]).

Einzelnachweise

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