Minna Froböse

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Minna Froböse (geborene Schierloh, 22. Februar 1848 in Hamburg; gestorben 8. Juli 1917 ebenda) war eine deutsche Stifterin. Sie gründete die Ernst und Minna Froböse Stiftung.

Minna Froböse

Leben

Minna Schierloh wurde am 22. Februar 1848 in Hamburg geboren. Ihr Vater war der Weinhändler Claus Schierloh, ihre Mutter Elise Gätgens. Sie wurde nach ihrer Schulzeit zur Schirmmacherin ausgebildet und heiratete 1875 den Schirmfabrikanten Ernst August Froböse.[1] Die Ehe blieb kinderlos und das Ehepaar widmete sich wohltätigen Aufgaben. Zugunsten der Arbeitslosenfürsorge spendete Ernst Froböse große Summen seines Vermögens. Minna Froböse überlebte ihren Mann um drei Jahre. Zuletzt lebte sie am Holstenwall 20. Sie vermachte einen großen Teil ihres Erbes bedürftigen Kriegsversehrten des Ersten Weltkriegs, damit diese und ihre Familien eine jährliche Mietbeihilfe erhalten konnten.[2]

Grabstein im Garten der Frauen

Aus diesem Vermächtnis entstand 1917 die „E. M. Froböse-Kriegs-Invaliden-Mietehilfe“. Minna Froböse war die Idee zu dieser Beihilfe gekommen, als sie sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs um Soldatenkinder gekümmert hatte und als sie später Kriegsverletzte im Marienlazarett besucht hatte. Testamentarisch legte sie fest, ihre Stiftung soll „für die sorgen, welche zum Schutz des Vaterlandes ihr Leben und ihre Gesundheit eingesetzt und die Feinde von den Grenzen Deutschlands ferngehalten haben. Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen, schon jetzt, soweit es in meinen Kräften steht, für unsere Kriegsbeschädigten zu sorgen, und zwar habe ich es unternommen, aus den reichen Einkünften meines Vermögens das Leben solcher Tapferen dadurch zu erleichtern. (...) Ich bin überzeugt, dass mein Mann meine Gedanken und Absichten nicht nur billigen, sondern auch mit zu verwirklichen bestrebt sein würde. (...) Sollten im Laufe der Zeit die Kriegsbeschädigten ausgestorben sein, so sollen die Einkünfte des Stiftungsvermögens verwendet werden, um andere Krüppel beiderlei Geschlechts in ähnlicher Weise zu unterstützen.“[2]

Minna Froböse starb am 8. Juli 1917 in Hamburg. Ihre Stiftung unterstützt heute Menschen, die durch Krankheit in eine finanzielle Notlage geraten sind.

Ihr Grabstein befindet sich im Garten der Frauen auf dem Friedhof Ohlsdorf.

Einzelnachweise

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