Minna Niebour
deutsche Schriftstellerin und Lehrerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Leben
Minna Niebour war die Tochter des Juristen, Kommunalpolitikers und späteren Reichstagsabgeordneten August Niebour und seiner Ehefrau Anne Hermine Adele geb. Wahn (1830–1870). Ein Bruder von Minna Niebour war der Jurist Eduard Niebour.
Nach der Schulausbildung besuchte sie das Lehrerseminar in Wolfenbüttel, wo sie anschließend auch als Lehrerin arbeitete. Der Tätigkeit in Wolfenbüttel schloss sich das Studium der klassischen Sprachen an den Universitäten in Göttingen und Kiel an. Nach dem Studium wirkte sie als Oberlehrerin in Kiel und in Frankfurt am Main. Nachdem Minna Niebour 1912 aus gesundheitlichen Gründen ihre Lehrtätigkeit aufgeben musste, widmete sie sich ganz ihrer schriftstellerischen Arbeit.[1] Einige ihrer Werke erschienen unter dem Pseudonym Adolf Wahn.
Minna Niebour engagierte sich auch politisch. So war sie über viele Jahre Mitglied des Vorstands der Deutschen Volkspartei im Wahlkreis Frankfurt am Main und Vorsitzende der Frauengruppe der Partei.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Belletristik
Dramen
- Die Tragödie vom Sterben (1911)
- Staufenblut. Drama in 5 Akten. Berlin 1911 (Pseudonym: Adolf Wahn, Verlag K. Fischer)
- Zagen und Wagen. Historisches Schauspiel aus Cassels schwerster Zeit. Berlin 1913 (Pseudonym: Adolf Wahn, Verlag K. Fischer)
- Deutscher Boden (1916)
- Die Rose von Altena (1927)
Lyrische Texte
- Die letzten Tage einer Königin. Stimmen und Bilder aus dem Jahre 1793. Leipzig 1913 (Reihe Pandora im Insel-Verlag)
Nachdichtungen
- Homer's Odyssee frei nach Voß. Schulausgabe mit einem Anhang von Gedichten. Leipzig und Frankfurt a. M. 1900 (Kesselring’sche Hofbuchhandlung)
Nichtfiktionale Texte
- Beiträge zur Kenntnis des Dichters Leisewitz. In: Jahrbuch des Geschichtsvereins für das Herzogtum Braunschweig, Jg. 4 (1905), S. 62–113. (Digitalisat: )
- Wanderungen durch die Geschichte der Kunst. Leipzig und Frankfurt a. M. 1910 (Kesselring’sche Hofbuchhandlung)
- Bilder aus Homers Ilias und Odyssee für Höhere Lehranstalten. Leipzig und Frankfurt a. M. 1913 (Kesselring’sche Hofbuchhandlung)
Literatur
Weblinks
- Literatur von und über Minna Niebour im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek