Minuskel 177
griechisches Manuskript des Neuen Testaments
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Minuskel 177 (In der Nummerierung nach Gregory-Aland), α 106 (von Soden)[1] ist eine griechische Minuskelhandschrift des Neuen Testaments auf Pergament. Sie wird mittels Paläographie auf das 11. Jahrhundert datiert. Sie wird unter der Signatur Cod.graec.211 in der Bayerischen Staatsbibliothek in München aufbewahrt.
| Minuskel 177 | |
|---|---|
| Text | Apostelgeschichte, Katholische Briefe, Paulusbriefe (mit Hebräerbrief), Offenbarung des Johannes |
| Sprache | Griechisch |
| Datum | 11. Jahrhundert |
| Lagerort | Bayerische Staatsbibliothek, München |
| Größe | 26,5 × 21 cm |
| Typ | Byzantinischer Texttyp |
| Kategorie | V |
Beschreibung
Die Handschrift enthält den vollständigen Text des Neuen Testaments außer den Evangelien. Er wurde einspaltig mit je 25 Zeilen auf 225 Seiten geschrieben und mit Marginalien versehen.
Text
Der Text repräsentiert den Byzantinischen Texttyp und wird der Kategorie V zugeordnet.
Comma Johanneum
Die Handschrift enthält zahlreiche marginale Anmerkungen aus unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Sprachen. Die jüngsten Eintragungen stammen von Ignaz Hardt, der sich in einer auf 1785 datierten Eintragungen auch selbst nennt. Ausweislich seiner eigenen Beschreibung der Handschrift dokumentieren seine Anmerkungen Vergleiche mit der lateinischen Bibel. Zu 1. Johannesbrief (1. Joh 5,7–8 LUT) hat er am oberen Seitenrand notiert, dass das Comma Johanneum fehle und es in Form einer unbeholfenen Übersetzung aus dem Lateinischen nachgetragen.
Literatur
- Katalog der griechischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Band 4: Codices graeci Monacenses 181 - 265, neu beschrieben von Kerstin Hajdú, Wiesbaden 2012, S. 181–189. ISBN 978-3-447-06725-6. Digitalisat.
Weblinks
- Digitaler Scan der Minuskelhandschrift 177. In: Center for the Study of New Testament Manuscripts. Abgerufen am 11. November 2023.