Mirjam Bikker

niederländische Politikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Mirjam Hannah Bikker (* 8. September 1982 in Gouda) ist eine niederländische Politikerin (CU). Sie ist Abgeordnete in der Zweiten Kammer der Generalstaaten, seit 2023 Vorsitzende ihrer Partei und war zweimal Spitzenkandidatin bei Parlamentswahlen.

Mirjam Bikker (2023)

Werdegang

Bikker studierte Rechtswissenschaften an der Universität Utrecht, wo sie bereits Mitglied einer christlichen Studentenvereinigung war. Nach ihrem Studienabschluss wurde sie 2006 für die CU in den Stadtrat von Utrecht gewählt und wurde gleichzeitig Vorsitzende der Fraktion ihrer Partei. Für landesweites Aufsehen sorgte sie hier im sogenannten „Gouden Bikini Gate“, als sie sich in einer Stadtratssitzung über ein Werbeplakat mit einer Frau im goldfarbenen Bikini erregte.[1] Ab 2008 arbeitete sie neben ihrer Tätigkeit als Stadträtin als politische Mitarbeiterin der Fraktion ihrer Partei in der Zweiten Kammer der Generalstaaten. Bei den Parlamentswahlen 2010 und 2012 unternahm Bikker den Versuch, selbst in die Zweite Kammer gewählt zu werden, verpasste aber jeweils den Einzug.[2][3] 2013 endete ihre Tätigkeit, sodass sie sich in vollends auf ihre Tätigkeit als Fraktionsmitarbeiterin konzentrierte.

2015 wurde Bikker in die Erste Kammer der Generalstaaten gewählt. Dort übernahm sie im Juni 2019 von Roel Kuiper den Fraktionsvorsitz.[4] Zudem war sie Vorsitzende des Senatsausschusses für Bildung, Kultur und Wissenschaft. Bei der Parlamentswahl 2021 gelang ihr schließlich der Einzug in die Zweite Kammer der Generalstaaten.[5] Am 17. Januar 2023 übernahm Bikker den Parteivorsitz der CU, womit sie zur ersten Frau in diesem Amt wurde.[6] Bei der Parlamentswahl 2023 trat sie als Spitzenkandidatin ihrer Partei an und konnte ihren Parlamentssitz verteidigen. Zusätzlich übernahm sie den Fraktionsvorsitz und fungierte als parteipolitische Sprecherin für Gesundheit, Soziales, Sport, Justiz, Sicherheit, Inneres, das niederländische Königshaus und die Erdgasförderung in Groningen. Als Abgeordnete initiierte sie unter anderem ein Gesetz zur Einsatzobergrenze bei Online-Glücksspiel[7] und trat für ein gänzliches Verbot von Online-Glücksspiel ein.[8] Gemeinsam mit Frans Timmermans brachte sie zudem einen Gesetzentwurf zur Verschärfung der Strafen für Hasskriminalität ein, der im Dezember 2024 mit großer Mehrheit verabschiedet wurde.[9] Bei der Parlamentswahl 2025 verteidigte sie als Spitzenkandidatin ihrer Partei abermals ihren Parlamentssitz.

Privat

Mirjam Bikker ist verheiratet, Mutter einer Tochter und zweier Söhne und lebt in Gouda.[10]

Commons: Mirjam Bikker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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