Mirjam Ebersbach

deutsche Psychologin und Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Mirjam Ebersbach ist eine deutsche Psychologin und Hochschullehrerin. Seit 2012 ist sie Professorin (W3) für Entwicklungspsychologie an der Universität Kassel.

Leben

Ebersbach studierte Psychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wo sie im Jahr 2000 ihr Diplom im Fach Psychologie mit den Schwerpunkten Pädagogische und Klinische Psychologie erhielt. Im Jahr 2005 wurde sie an der Universität Zürich bei Franz Wilkening im Fach Entwicklungspsychologie mit der Dissertation Über den Einfluss nicht-linearer Zeitrepräsentationen auf zukunftsbezogene Urteile und Entscheidungen: Eine entwicklungspsychologische Perspektive[1] promoviert (magna cum laude). 2010 habilitierte sie sich an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und erhielt die venia legendi für Psychologie.[2]

Von 2001 bis 2005 war sie wissenschaftliche Assistentin am Institut für Psychologie der Universität Zürich, Abteilung Allgemeine und Entwicklungspsychologie. Anschließend arbeitete sie als Post-Doc an der Universität Leiden (Niederlande) und an der Universität Leuven (Belgien), wo sie unter anderem mit Lieven Verschaffel zusammenarbeitete. Kurzzeitig vertrat sie 2007 eine Assistenzprofessur an der Universität Klagenfurt (Österreich). Von 2007 bis 2012 leitete Ebersbach die Abteilung Entwicklungspsychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Seit dem 1. März 2012 ist sie Professorin (W3) für Entwicklungspsychologie am Fachbereich Humanwissenschaften der Universität Kassel.[2]

Forschung

Ebersbachs Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklungspsychologie und Allgemeinen Psychologie, insbesondere in den Bereichen:

  • kognitive Entwicklung
  • Embodiment und Handlungsbeteiligung beim Lernen
  • Lern- und Gedächtnisprozesse im Kindesalter
  • multilinguales Lernen und Wissenstransfer

Sie leitet und beteiligt sich an mehreren drittmittelfinanzierten Projekten[3], darunter:

  • (2025–2026) ZFF-Pilotprojekt The effects of spaced language learning practice and typological proximity on memory retention in multilingual learners (TELL-ME) (Co-Principal Investigator)
  • (2022–2026) DFG-Projekt Combining spacing with worked examples im Rahmen der Forschungsgruppe Lasting Learning: Cognitive mechanisms and effective instructional implementation (Principal Investigator)
  • (2021–2025) BMBF-Projekt Entwicklung digitaler Medienkompetenz mithilfe hybrider Intelligenz an der Universität im Verbundprojekt Komp-HI (Principal Investigator)

Ebersbach ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und weiterer Fachverbände.

Schriften (Auswahl)

  • Ebersbach, M., Luwel, K., Frick, A., Onghena, P., & Verschaffel, L. (2008): The relationship between the shape of the mental number line and familiarity with numbers in 5-to 9-year old children: Evidence for a segmented linear model. Journal of experimental child psychology, 99(1), 1–17.
  • Peeters, D., Degrande, T., Ebersbach, M., Verschaffel, L., & Luwel, K. (2016): Children’s use of number line estimation strategies. European Journal of Psychology of Education, 31(2), 117–134.
  • Stein, M., Auerswald, M., & Ebersbach, M. (2017): Relationships between motor and executive functions and the effect of an acute coordinative intervention on executive functions in kindergartners. Frontiers in psychology, 8, 859.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI