Mirjam Hostetmann

Schweizer Politikerin (Juso/SP) From Wikipedia, the free encyclopedia

Mirjam Hostetmann (* 18. November 1999) ist eine Schweizer Politikerin (Juso/SP). Seit Juni 2024 präsidiert sie die Jungsozialist*innen Schweiz (Juso).

Mirjam Hostetmann vor einem unscharfen städtischen Hintergrund
Mirjam Hostetmann (2024)

Leben

Hostetmann wuchs in Sarnen im Kanton Obwalden auf und absolvierte 2020 die Matura an der Kantonsschule Musegg in Luzern. Sie begann 2020 ein Studium in Geschichte und Germanistik an der Universität Bern.[1][2]

Politik

Politisiert wurde Hostetmann durch die drohende Schliessung ihrer Kantonsschule.[3] Ihre politische Karriere startete sie bei der Christlichsozialen Partei Obwalden (CSP) wo sie 2018 erfolglos für den Kantonsrat kandidierte.[1] Noch 2018 wechselte sie zu den Jungsozialist*innen Schweiz und präsidierte von 2018 bis 2022 die Juso Kanton Obwalden.[4] 2019 begann sie sich im Schweizer Klimastreik zu engagieren und kandidierte im Kanton Obwalden erfolglos für den Nationalrat.[5] 2022 wurde sie in die Geschäftsleitung der Juso Schweiz gewählt.[6] Im November des gleichen Jahres löste sie Mia Jenni als Vize-Präsidentin der Partei ab.[7] 2024 kandidierte Hostetmann als Nachfolgerin von Nicola Siegrist für das Präsidium der Juso Schweiz und gewann an einer ausserordentlichen Jahresversammlung in Solothurn die Wahl gegen Jakub Walczak.[8] Seither ist sie auch Vizepräsidentin der SP Schweiz.[9]

In ihrer Rolle als Präsidentin der Juso verantwortete Hostetmann die Abstimmungskampagne zur «Initiative für eine Zukunft» der Jungpartei. Durch die Initiative, welche die Einführung einer Erbschaftssteuer von 50 Prozent auf Nachlässe und Schenkungen über 50 Millionen Franken zugunsten von Klimaschutzmassnahmen und der Umgestaltung der Wirtschaft forderte, gab es in der Schweiz grössere Diskussionen um die Rolle von Personen mit grossen Vermögen. Das Spear’s Magazine ernannte sie deswegen zu einer der 100 wichtigsten Personen des Jahres 2025 im Bereich Privatvermögen.[10] Die Eidgenössische Volksinitiative «Für eine soziale Klimapolitik – steuerlich gerecht finanziert» scheiterte am 30. November 2025 an der Urne. Sie wurde mit 78,3 Prozent Nein-Stimmen verworfen.[11]

Einzelnachweise

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