Wikiwand AI

Mirosław Sośnicki

polnischer Politiker, Mitglied des Sejm From Wikipedia, the free encyclopedia

Mirosław Wojciech Sośnicki (* 13. Januar 1953 in Giżycko) ist ein polnischer Politiker (KLD, PO) und Schriftsteller. Von 1991 bis 1993 gehörte er dem Sejm in dessen I. Wahlperiode an.

Leben und Beruf

Mirosław Sośnicki absolvierte die Schule in Świdnica. Er war als Fotograf tätig und arbeitete mit dem Schriftsteller und Regisseur Tomek Tryzna zusammen. Zwischenzeitlich war er Verleger und Chefredakteur der Wochenzeitung „Niezależne Słowo“, die in der Woiwodschaft Wałbrzych erschien. In der Wendezeit war er Chefredakteur der Wochenzeitungen „Wiadomości Świdnickie“ und „Kurier Wałbrzyski“. Mitte der 1990er Jahre gründete er ein Unternehmen, mit dem er Schachturniere in Świdnica und Wałbrzych veranstaltete. Zudem war er Chefredakteur der monatlich erscheinenden Schachzeitschrift „Przegląd Szachowy“.[1] Nach dem Tod seines Sohnes Michał, eines erfolgreichen Schachspielers, 2000 nahm er seine schriftstellerische Arbeit wieder auf. Er veröffentlichte die Romane „Wzgórze Pana Boga“, „Astrachówka“, „Miłość, tylko miłość“ und „Modżiburki dwa“.

Politik

Sośnicki gehörte ab 1980 der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność an. Nach Ausrufung des Kriegsrechts war er vom 13. Dezember 1981 bis zum 25. März 1982 interniert. Nach seiner Freilassung schrieb er für Untergrundzeitungen. Im Untergrund schrieb und veröffentlichte er das Theaterstück „Umieralnia nr 8“, den Roman „Podejrzany, porucznik, śmierć“ und mehrere weitere Theaterstücke.

Er wurde 1989 Vorsitzender des Komitet Obywatelski „Solidarność“ in der Region Wałbrzych. Bei den ersten vollständig freien Wahlen 1991 wurde er für den Kongres Liberalno-Demokratyczny (KLD) in den Sejm gewählt.[2] Dort gehörte er ab 1992 der Fraktion „Polski Program Liberalny“ an, die vom KLD dominiert wurde.[3] Nach der Wahl 1993 schied er aus dem Sejm aus, da der KLD mit 4,0 % der Stimmen an der neueingeführten 5-%-Hürde scheiterte.[4] Danach zog er sich zunächst aus der Politik zurück. Später trat er der Platforma Obywatelska (PO) bei, für die er bei der Parlamentswahl 2007 erfolglos kandidierte.[5]

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks