Mischa Käser
Schweizer Komponist, Musiker und Regisseur
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Leben
Mischa Käser studierte Gitarre und dann Komposition an den Musikhochschulen Zürich und Basel bei Hans Ulrich Lehmann und Roland Moser, später auch Laute an der Schola Cantorum. Ab 1985 lebte er als Gitarrenlehrer in Zürich, wo er seit 1990 auch als Komponist, Theatermusiker und Regisseur wirkt. Er begründete mehrere Ensembles zeitgenössischer Musik wie das Trio III-VII-XII (Improvisationen und Konzepte, seit 2001) und Méta-Jean (Musiktheater, seit 2018). Sein Werk umfasst vor allem Kammermusik und Stücke für Musiktheater, die er meist selbst inszeniert.[1] Zu seinen wichtigsten Interpreten zählen das Basler Streichquartett, Trio Accanto, Zürcher Kammerorchester, Collegium novum Zürich, das Stadtorchester Winterthur, Hanna Weinmeister, Bruno Weinmeister, Heinrich Schiff, Ernesto Molinari, die Neuen Vocalsolisten Stuttgart und die Swiss Chamber Soloists.[2] Christoph Keller charakterisiert Käser als «Komponist, der offen ist für die verschiedenartigsten Sphären, für Plebejisches wie für Esoterisches, für Kindisches wie für Todernstes, für die Fabrik- und die Tonhalle».[3]
Auszeichnungen
- 1992: Preisträger des Zürcher Werkjahres
- 1996: Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis
- 1998: 1. Preis: prix international de composition musicale «Reine Marie José» für das Orchesterstück Ordoublé
Werke (Auswahl)
- Albumblätter (1988) für Klavier
- Drei Chorstücke nach Texten von A. X. Gwerder (1990)
- 15 liedl nach Jandl (1991) für Sopran und Instrumentalensemble
- Napoleonskurve (1994–1995) für Kammerorchester
- Ordoublé (1996/1997) für Solovioline, Solovioloncello und Sinfonieorchester
- Klavierquartett (1999)
- 7 Bagatellen (1999–2002), Musiktheater auf einen eigenen Text
- Stimmen unter dem Laub (2003–2004), Musik zu Marina Zwetajewa für Frauenstimme und Ensemble
- Drei Sätze für Streichquartett (2005–2006)
- Klaviertrio Nr. 1 (2008–2009)
- «Elf Söhne» von Franz Kafka (2015), Musiktheater
- Gestörte Waldesruh (2021). Ein musiktheatralischer Waldspaziergang
- 11 Bagatellen für Streichquartett (2021)
Literatur
- Thomas Meyer: Gescheiterte Begegnungen. «Verhext» von Mischa Käser im Tanzhaus Zürich (23.–26. Januar 2014). In: Dissonanz. 125, Februar 2014, S. 59–60 (online).
- Christoph Haffter: Randgebiete des Sinns. Lavapaul: ein musiktheatralisches Duett mit Mischa Käser und Herwig Ursin in der Basler Gare du Nord. In: Dissonanz. 114, 24. Februar 2011, S. 64.
- Christoph Keller: Das Starre zum Fliessen bringen. Zu Mischa Käsers Orchesterwerk «Ordoublé». In: Dissonanz. 71, 2001, S. 28–35.
Weblinks
- Komponierende: Käser Mischa. In Musinfo