Mittelhammer (Trippstadt)
Wohnplatz in der Gemeinde Trippstadt
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Der Mittelhammer – alternativ Gienanth’sches Eisenwerk genannt – gehört zur Gemeinde Trippstadt und ist als Wohnplatz ausgewiesen.[1]
Mittelhammer Ortsgemeinde Trippstadt | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 49° 21′ N, 7° 45′ O | |
| Postleitzahl: | 67705 | |
| Vorwahl: | 06306 | |
Lage von Mittelhammer in Rheinland-Pfalz | ||
Lage
Der Ort liegt am rechten Ufer der Moosalbe im Karlstal. Etwas weiter nördlich verläuft die Landesstraße 500 und oberhalb dieser befindet sich die Burg Wilenstein.
Geschichte
Die Geschichte des Mittelhammers lässt sich bis in die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg zurückverfolgen. 1781 wurde dort ein neues Hammerwerk installiert. Zusammen mit den benachbarten Eisenwerken Oberhammer und Unterhammer wurde er im 18. Jahrhundert an die Industriellenfamilie Gienanth verpachtet. 1804 wurden diese von Ludwig Gienanth gekauft.[2]
Der Betrieb wurde mangels Rentabilität in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingestellt.[3] Im Anschluss diente der Mittelhammer als Kurhaus, das 1905 durch ein neues ersetzt wurde. Später diente letzteres als Missionshaus und im Zweiten Weltkrieg als Lazarett.[2]
1925 hatte der Ort 12 Einwohner, die in zwei Wohngebäuden lebten.[4]
Nach 1950 wurden in ihm Flüchtlinge untergebracht. 1960 und 1961 fiel das historische Hammerwerk dem Straßenbau zum Opfer. Das Kurhaus wurde in den 1970er Jahren abgerissen, sodass vom einstigen Ensemble lediglich ein Gebäude überdauerte.[2]
