Mladina
Slowenisches Politikmagazin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Mladina (slowenisch: Die Jugend) ist ein unabhängiges slowenisches politisches Wochenmagazin. Es erscheint freitags in Ljubljana und gilt als eines der einflussreichsten politischen Magazine Sloweniens. Eurotopics ordnet Mladina als links ein.[1]
| Mladina | |
|---|---|
| Beschreibung | Slowenisches politisches Wochenmagazin |
| Sprache | Slowenisch |
| Verlag | Mladina, časopisno podjetje d.d. (Slowenien) |
| Hauptsitz | Dunajska cesta 51, Ljubljana |
| Erstausgabe | 1943 |
| Erscheinungsweise | wöchentlich (freitags) |
| Verkaufte Auflage | 13.251 Exemplare |
| ((2017)[1]) | |
| Weblink | www.mladina.si |
Geschichte
Gründung und kommunistische Ära (1943–1989)
Mladina erschien erstmals 1943 zunächst an wechselnden Orten im von jugoslawischen Partisanen befreiten Teil Sloweniens. Seit 1945 befindet sich die Redaktion in Ljubljana. Bis 1990 gab der slowenische Jugendverband der Kommunistischen Partei Jugoslawiens das Magazin heraus.
In den 1980er Jahren wurde Mladina bekannt dafür, Tabuthemen zu brechen, und beschäftigte sich mit Presse- und Meinungsfreiheit sowie den Privilegien der sozialistischen Nomenklatura.[1] Das Magazin unterstützte die in Slowenien vorherrschenden liberalen Positionen gegen den Machtanspruch des serbischen Präsidenten Milošević. Ende der 1980er Jahre erreichte die Auflage über 80.000 Stück.
Der JBTZ-Prozess 1988
Am 31. Mai 1988 verhaftete die jugoslawische Militärpolizei in Ljubljana den Mladina-Redakteur Franci Zavrl sowie den damaligen Verteidigungsexperten Janez Janša, den Unteroffizier Ivan Borštner und den Mitarbeiter David Tasić. Der anschließende Militärprozess – nach den Anfangsbuchstaben der Angeklagten JBTZ-Prozess genannt – wurde auf Serbokroatisch statt auf Slowenisch geführt und löste täglich bis zu 15.000 Demonstranten vor dem Militärgericht aus.[2]
Der Prozess einte die slowenische Gesellschaft in ihrer Forderung nach Selbstbestimmung und gilt als wesentlicher Katalysator für die slowenische Unabhängigkeit 1991. Infolge der Affäre schnellte die Auflage von Mladina auf 70.000 Exemplare pro Woche.[3]
Nach der Unabhängigkeit (ab 1991)
Mit der slowenischen Unabhängigkeit 1991 entwickelte sich ein breiterer Markt für politische Nachrichtenmagazine. Als Konkurrenten etablierten sich das rechtskonservative Demokracija (Parteiorgan der SDS) und das konservative Reporter. Im Jahr 2007 erwarb das Unternehmen KB 1909 aus Görz (Gorica) einen Mehrheitsanteil an der Verlagsgesellschaft Mladina d.d.[4]
Auflage
Weblinks
- Offizielle Website (slowenisch)
- Mladina bei eurotopics.net