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Mobiles genetisches Element

DNA-Sequenz, deren Position im Genom veränderlich ist From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein mobiles genetisches Element (MGE) ist eine DNA-Sequenz, deren Position im Genom veränderlich ist. Die Gesamtheit der mobilen genetischen Elemente in einem Genom wird als Mobilom bezeichnet.

Mobile genetische Elements in einer Zelle (links) und ihr Transfer (rechts).

Eigenschaften

Mobile genetische Elemente sind z. B. eigennützige und/oder kooperative DNA (wie Transposons, Retroelemente, Insertionssequenzen, Miniature Inverted-repeat Transposable Elements und Inteine), aber auch Gruppe-II-Introns, insertierende Plasmide und manche Prophagen (wie der Mu-Phage). Für die Entdeckung der mobilen genetischen Elemente erhielt Barbara McClintock 1983 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

Bei Bakterien erleichtern mobile genetische Elemente den horizontalen Gentransfer zum Austausch von Resistenz- und Virulenzfaktoren wie eine Antibiotikum-Resistenz oder Pathogenitätsinseln. Essentielle Gene liegen vergleichsweise selten auf mobilen genetischen Elementen, da die Verlustwahrscheinlichkeit essentieller Gene größer ist als bei Chromosomen.[1]

ACLAME (von engl. a classification of mobile genetic elements ‚eine Klassifizierung mobiler genetischer Elemente‘) ist eine Online-Datenbank mobiler genetischer Elemente.[2]

Literatur

  • W. J. Miller, P. Capy (Hrsg.): Mobile genetic elements : protocols and genomic applications. Humana Press, 2004. ISBN 1-58829-007-7.
  • James A. Shapiro (Hrsg.): Mobile genetic elements. Academic Press, 1983. ISBN 0-12-638680-3.

Einzelnachweise

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