Mogmog
Insel im Pazifischen Ozean
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Mogmog ist eine Insel im Pazifischen Ozean. Sie gehört zum Bundesstaat Yap der Föderierten Staaten von Mikronesien.
| Mogmog | ||
|---|---|---|
| Gewässer | Pazifischer Ozean | |
| Inselgruppe | Karolinen | |
| Geographische Lage | 10° 5′ 13″ N, 139° 42′ 29″ O | |
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| Länge | 1 km | |
| Breite | 450 m | |
| Einwohner | 150 (2013[1]) | |
Geographie
Mogmog ist die Hauptinsel des Ulithi-Atolls, das zur Inselgruppe der Karolinen im Pazifischen Ozean gehört. Sie liegt etwa 1500 km östlich der Philippinen und etwa 1300 km nördlich von Neuguinea. Innerhalb des Atolls ist sie an dessen Nordrand angesiedelt. Die Insel hat grob die Form einer Melone. In West-Ost-Richtung misst sie etwa einen Kilometer, in Nord-Süd-Richtung gut 450 Meter.
Geschichte
Im Zweiten Weltkrieg besetzte zunächst Japan die Insel.[2] Im September 1944 wurde sie von den Japanern verlassen. Daraufhin besetzte die Armee der Vereinigten Staaten das Ulithi-Atoll und verwendete es als Basis für Angriffe auf die japanische Armee. Die Besetzung Mogmogs erfolgte am 20. September. Die Insel war zu dieser Zeit die Hauptinsel des Atolls, auf der etwa 300 Menschen und der Häuptling des Atolls lebten.[3] Die US-Armee verschleppte die etwa 300 Einheimischen auf die südlich gelegene Insel Fassarai und wandelte Mogmog in eine „Vergnügungsinsel“ um: Bars und Sportanlagen konnten je nach Quelle bis zu 9.000 oder 15.000 Soldaten gleichzeitig beherbergen. Die Häuser der Einheimischen wurden dabei zu Strandhütten umgebaut.[4] Eine Veranstaltungshalle fasste 1200 Zuschauer. Auch ein Airstrip („Mogmog Airfield“) für den Flugverkehr zwischen regionalen Inseln wurde gebaut.
Beim Abzug hinterließen die US-Amerikaner eine Missionsstation, die mindestens bis Mitte der 1950er-Jahre aktiv war.[4] 1956 hatte die Insel wieder 116 Einwohner. Der Oberhäuptling des Atolls residierte zu dieser Zeit allerdings nicht mehr auf Mogmog, sondern auf Falalap; Mogmog verfügte über einen Unterhäuptling. 2013 residierte der Oberhäuptling des Atolls wieder auf Mogmog, das zu dieser Zeit etwa 150 Einwohner hatte.[1]
Flora und Fauna
In die Flora und Fauna der Insel wurde durch die Bauarbeiten der US-Amerikaner massiv eingegriffen. Vorhandener Pflanzenbewuchs wurde gerodet, das Sumpfgebiet wurde mit Korallenschutt überdeckt, und Insekten wurden durch Begasung eliminiert.[2] Nach dem Abzug der US-Amerikaner eroberte die Natur große Teile der Insel zurück; der Airstrip ist beispielsweise komplett überwachsen.
Auf der Insel vorkommende Pflanzen sind unter anderem Aronstabgewächse (Cyrtosperma merkusii, Riesenblättriges Pfeilblatt und Taro), Bäume (Schraubenbäume), Farne (Microsorum scolopendria, Nephrolepis exaltata, Nestfarn und Wasserhornfarn), Blumen (Purpurblättrige Dreimasterblume und Wollastonia biflora) und Gräser (Chloris barbata, Fimbristylis cymosa, Thuarea involuta und Zuckerrohr).[5]
Bevölkerung
Die Einheimischen tragen standardmäßig lediglich einen Sarong-artigen Wickelrock.[1] Frauen tragen stattdessen mitunter einen Rock aus Hibiskusfasern. Durch die Abgeschiedenheit der Insel hat sich die Angewohnheit erhalten, dass Frauen keine Oberbekleidung tragen.
Über die Gestaltung des Aufenthalts eines Besuchers auf der Insel entscheidet der Häuptling.[1]
Infrastruktur
Mogmog ist nur per Boot erreichbar. Der nächstgelegene Flughafen befindet sich etwa zwölf Kilometer südöstlich auf der Insel Falalop. Falalop ist zwar die größte Insel des Atolls, Mogmog ist aber das politische Zentrum.[6] Ein Besuchen der Insel ist genehmigungspflichtig; die zuständige Behörde befindet sich in der yapesischen Hauptstadt Colonia auf der Insel Yap.[1]
An Einrichtungen gibt es einen Basketballplatz, eine gemauerte Hütte für ärztliche Versorgung und eine christliche Kirche.

