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Mokka-Milch-Eisbar

Beliebter DDR-Jugendtreff in Ost-Berlin From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Mokka-Milch-und-Eis-Bar, auch Mokka-Milch-Eisbar genannt, war in der Zeit der DDR ein bekanntes Eiscafé am Anfang der Berliner Karl-Marx-Allee, gelegen neben dem Kino International und in der Nähe des U-Bahnhofs Schillingstraße. Sie wurde im Mai 2026 wiedereröffnet und schloss drei Tage später vorübergehend erneut. Am 12. Juni 2026 eröffnete das Eiscafé nochmals.

Mokka-Milch-und-Eis-Bar, 1964
Mokka-Milch-Eisbar, August 1963
Innenansicht, 1963
Gebäude, 2009

Geschichte und Architektur

Das Gebäude ist ein Bestandteil des zweiten Bauabschnitts der Karl-Marx-Allee, die als Stalinallee neu aufgebaut und 1961 umbenannt wurde. Mit dieser Erweiterung von 1961 bis 1964 unter der künstlerischen Gesamtleitung von Josef Kaiser wurde die Allee von Berlin-Friedrichshain aus bis zum Alexanderplatz, Berlin-Mitte, verlängert. Die Mokka-Milch-und-Eis-Bar wurde von Walter Franek als einer von fünf analogen Pavillons entworfen. Die flach gedeckten Hallenbauten mit offenem Galeriegeschoss im Innern sind an den Außenwänden einheitlich mit gelben Keramikplatten verkleidet. Das Kino International und das Café Moskau bilden zusammen mit dieser verteilten Gebäudegruppe ein in den Wohnkomplex integriertes Ensemble. Dazu gehörte bis 1996 auch das Hotel Berolina, nach dessen Abriss an seiner Stelle das sehr ähnlich gehaltene Rathaus Mitte entstand. Die Bauten sollten einen neuen Akzent in sozialistischer Baukultur setzen, die sich nun mehr an internationaler moderner Architektur orientierte und gleichzeitig erheblich billigeres Bauen ermöglichte.

Die Mokka-Milch-und-Eis-Bar – an der Nordseite der Allee mit der postalischen Anschrift Karl-Marx-Allee 35 – wurde besonders ab den 1980er Jahren, als dort auch Diskotheken veranstaltet wurden, ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche, genannt „Mokke“. Ende der 1960er Jahre wurde sie durch einen Schlagertitel von Thomas Natschinski landesweit bekannt. Er besang mit seiner Gruppe die „Mokka-Milch-Eisbar“ als einen Treffpunkt für die Jugend.[1][2] In der Folge gab es Nachahmer mit gleichen Namen in anderen Städten.

2026 hat die Komische Oper Berlin den legendären Namen und frühere DDR-Schlager in einem Musical mit dem Titel Mokka-Hits und Milchbar-Träume aufgegriffen, das am 14. Juni 2026 seine Uraufführung erlebte.[3] (Regie: Axel Ranisch)

Nach fast 30 Jahren wurde die Einrichtung in der Wendezeit geschlossen. Ab 1993 erfuhr das Gebäude weitere Nutzungen durch das Restaurant Alberts mit dem darunter liegenden Nachtclub A-Lounge. 1995 eröffnete nebenan die Kette Eis-Hennig eine neue Filiale.[4] Im August 2019 stellte das Alberts im Zuge von umfangreichen Straßenerneuerungen seinen Betrieb ein.[5] Am 28. Mai 2026 eröffnete in dem Gebäude das Restaurant MOKKA*MILCH mit Café und Bar.[6][7] Aufgrund technischer Probleme war MOKKA*MILCH seit dem 31. Mai 2026 vorübergehend erneut geschlossen[8][9] und öffnete am 12. Juni 2026 wieder.[10]

Literatur

Einzelnachweise

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