Momo (2025)
Film von Christian Ditter (2025)
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Momo ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2025 von Regisseur und Drehbuchautor Christian Ditter mit Alexa Goodall in der Titelrolle. Das Drehbuch basiert auf dem 1973 veröffentlichten gleichnamigen Roman von Michael Ende.[3][4][5] Das Buch wurde zuvor 1986 unter dem gleichen Titel mit Radost Bokel in der Titelrolle verfilmt.
| Film | |
| Titel | Momo |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 92 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen |
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| Stab | |
| Regie | Christian Ditter |
| Drehbuch | Christian Ditter |
| Produktion | Christian Becker |
| Musik | Fil Eisler |
| Kamera | Christian Rein |
| Schnitt |
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| Besetzung | |
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| → Synchronisation | |
Handlung
Momo ist ein Waisenmädchen, das in den Ruinen eines alten römischen Amphitheaters lebt und seine Tage mit seinem besten Freund Gino verbringt.
Als ein Konzern beginnt, die Zeit der Menschen zu stehlen, hat plötzlich niemand mehr Zeit für sie. Die Schildkröte Kassiopeia führt sie zu Meister Hora, dem Hüter der Zeit. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen die Zeitdiebe auf.[3]
Besetzung und Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die Pluto Sound GmbH. Dialogregie führte Solveig Duda, die auch das Dialogbuch schrieb.[6]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher[6] |
|---|---|---|
| Momo | Alexa Goodall | Lana Finn Marti |
| Meister Hora | Martin Freeman | Manuel Straube |
| Richter | Claes Bang | Marcus Off |
| Jenny | Madeleine Akua | Alice Bauer |
| Beppo | Kim Bodnia | Achim Buch |
| Jackie | Laura Haddock | Solveig Duda |
| Liliana | Jennifer Amaka Pettersson | Cynthia Micas |
| Gino | Araloyin Oshunremi | Moritz Hübscher |
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden vom 1. Mai bis zum 4. Juli 2024 in Kroatien und Slowenien statt.[3] Besonders wichtige Drehorte waren dabei die Hafenanlagen und das Amphitheater von Pula.
Der Film wurde von der Rat Pack Filmproduktion in Koproduktion mit Westside Filmproduktion und Constantin Film, sowie in Zusammenarbeit mit Michael Ende Productions, Beta Film, Noisemaker und Pakt Media (Zagreb) produziert. Als Produzent fungierte Christian Becker, ausführende Produzentin war Amara Palacios, Executive Producer waren Martin Moszkowicz, Oliver Berben, Roman Hocke und Wolf-Dieter von Gronau.[3][5][7]
Unterstützt wurde die Produktion vom Deutschen Filmförderfonds, dem Bayerischen Bankenfonds, der Filmförderungsanstalt und dem FilmFernsehFonds Bayern, der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH sowie dem Hrvatski audiovizualni centar.[3][5]
Die Kamera führte Christian Rein, die Montage verantworteten Friedemann Schmidt und Sandy Saffeels und das Casting Anna-Lena Slater, die Musik schrieb Fil Eisler. Den Ton gestaltete Gunnar Voigt, das Kostümbild Tanja Hausner, Szenenbild Eva Stiebler und Ralf Schreck und das Maskenbild Anna Freund.[3][4][5]
Veröffentlichung

Ein erster Trailer wurde im Juni 2025 veröffentlicht.[8][9] Premiere war am 27. September 2025 am Zurich Film Festival.[10][11][12][13]
In Deutschland war die Premiere am 28. September 2025 in München,[14] am 2. Oktober 2025 kam der Film in die Kinos.[3][4][5] Mit insgesamt 468.598 verkauften Tickets lag der Film in Deutschland auf Platz 40 der erfolgreichsten Filme 2025.[15]
Auf Blu-ray Disc erschien der Film am 20. Februar 2026.[16][17] Auf Netflix wurde der Film am 3. August 2026 veröffentlicht.[18]
Rezeption
Petra Schrackmann vergab auf outnow.ch 2,5 von 6 Sternen. Das Update von Michael Endes Kinderbuchklassiker wolle weder als Kinderabenteuer noch als Allegorie richtig funktionieren. Herausgekommen sei ein eher kalter Film, der auch kritisches Potenzial vermissen lasse. Statt Kapitalismuskritik rücke der Selbstoptimierungswahn des Social-Media-Zeitalters ins Visier. Der Film zeige zwar vereinzelt schöne Bilder, aber nur wenig Charme.[19]
Philipp Bovermann von der Süddeutschen Zeitung kam zum Schluss, dass der Neuverfilmung das fehle, worauf es ankomme, im Leben und bei Filmen: Zeit.[20]
Britta Schmeis bewertete die Produktion auf epd-film.de mit drei von fünf Sternen. Mit seinen deutlichen Reminiszenzen an die Gegenwart habe Ditter ganz klar ein jugendliches Publikum im Blick. Für Kinder seien manche Szenen eindeutig zu grausam. So ganz mag diese Adaption nicht berühren. Vielleicht liege das auch an dem erstklassigen internationalen Cast, der der Szenerie jedoch zugleich etwas Künstliches verleihe.[21]
Oliver Armknecht (6 von 10 Punkte) meinte auf film-rezensionen.de, dass die Themen zeitlos seien, die Umsetzung zeitgemäß. Allerdings fehle dem unterkühlten Film das Märchenhafte, welches die Version von 1986 auszeichnete. Außerdem nehme er sich zu wenig Zeit, gerade gegen Ende werde das sehr gehetzt – was bei der Aussage der Geschichte unpassend sei.[22]
Thomas Schultze befand auf the-spot-mediafilm.com, dass es Christian Ditter geschickt gelinge, die wichtigsten Elemente der Vorlage Endes zu bewahren, aus ihrer Essenz heraus vorsichtige Anpassungen vorzunehmen, die Geschichte nicht aus der Zeit gefallen wirken zu lassen, sondern zu erden in der modernen Erlebniswelt der Zielgruppe.[23]
Oliver Kube (2 von 5 Sterne) schrieb auf filmstarts.de, dass die Neuauflage beim Versuch, den Roman und die erste Verfilmung ins Hier und Jetzt zu transferieren, einige Dinge gut, viele andere aber auch gehörig falsch mache. Wer den Roman nicht kennt, würde sich nach der diesmal arg generisch anmutenden Story vermutlich fragen, warum Millionen von Menschen die Buchvorlage eigentlich so innig lieben.[24]
Die österreichische Programmzeitschrift TV-Media (3 von 4 Punkte) urteilte, dass die magische Komponente durch das technikverliebte Setting etwas verloren gegangen sei, aber der Film trotz kleiner Schwächen gut sei. Auch wenn Goodall eine sympathische Momo sei und die animierte Schildkröte Kassiopeia herzig, so richtig warm könne man mit der Welt, die hier geschaffen wurde, nicht werden. Die stärksten Momente seien ironischerweise jene, in denen der Film selber etwas entschleunigt.[25]
Lida Bach kritisierte auf riecks-filmkritiken.de den Film als das Gegenteil der suggerierten Aktualisierung. Am deutlichsten zeige dies die pauschale Ablehnung digitaler Technologien und neuzeitlicher Kommunikations- und Unterhaltungsformen. Zwischen allglatter Ästhetik und artifiziellen Effekten brächten einzig die Darstellungen eine Spur Lebendigkeit.[26]
Auszeichnungen und Nominierungen
- Auszeichnung in der Kategorie Beste visuelle Effekte und Animation (Michael Wortmann, Frank Schlegel)[27]
Weblinks
- Momo bei IMDb
- Momo in The Movie Database (englisch)
- Momo kehrt als Film zurück: Das solltest Du über die Neuverfilmung des Kinderbuchklassikers wissen auf vodafone.de