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Mondamin (Markenname)

Markenname für Maisstärke From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Produkt Mondamin ist ein aus Mais gewonnenes, von Eiweiß, Fett und Fasern befreites Stärkemehl, das zum Binden und Andicken von Suppen, Saucen und Desserts oder Fondues verwendet wird. Mondamin ist heute eine Marke von Unilever.

Packung für Mondamin von 1950

Am 29. Januar 1896 wurde beim Deutschen Markenamt die Wortmarke Mondamin im Warenverzeichnis 30 (Mühlenprodukte) eingetragen.[1] Dort ist sie unter der Nr. 13311 registriert.

In Europa wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts aus Maisstärke gewonnen. 1913 wurde die Mondamin GmbH in Berlin gegründet. Zu Beginn bestand ihre Produktion ausschließlich in Maisstärke, die mit der Zeit in zunehmendem Maße Bedeutung beim Kochen erlangte, und unter dem Namen Mondamin vertrieben wurde. Der Name selbst wurde vom Wort für „Mais“ in der Sprache der Ojibwa (monda(u)min) entlehnt.[2] Der Sage nach war der Gott Mondamin der Freund der Menschen. Er starb im Kampf gegen den sagenhaften Häuptling Hiawatha, aus seinem beerdigten Körper wuchsen die ersten Maispflanzen.

1917 wurde der Lebensmittelhersteller Knorr Eigentümer der Mondamin GmbH, weil Knorr die vom Deutschen Reich beschlagnahmten britischen Anteile an der Mondamin GmbH bekam. Dies war der Ausgleich dafür, dass die Niederlassungen von Knorr in Frankreich und Italien von den deutschen Kriegsgegnern beschlagnahmt wurden. Das Unternehmen Knorr wurde 1959 von Maizena übernommen. Maizena ist inzwischen im Unilever-Konzern aufgegangen.

Werbung

In den 1950er und 60er Jahren wurden Mondamin- Kundinnen durch die fiktive Werbefigur Frau Barbara bei der Verwendung der Stärkeprodukte mittels Rezeptvorschlägen beraten.[3] Frau Barbara galt als Leiterin der Mondamin- Versuchsküche in Hamburg, zeitgleich repräsentierte sie jedoch auch die Schwestermarke Maizena.[4]

Einzelnachweise

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