Mons Mouton
Berg auf dem Erdmond
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Der Mons Mouton (informell auch Leibnitz Beta) ist ein Berg zwischen den Kratern Nobile und Malapert auf der Vorderseite des Erdmonds, weniger als 6° vom Südpol entfernt. Er ist der höchste Berg des Mondes, der offiziell benannt wurde.[1] Die Höhe vom Fuß bis zum Gipfel dieses flachen Berges beträgt laut Messdaten des Lunar Reconnaissance Orbiter 6 km.[1][2] Namensgeberin ist die NASA-Mathematikerin und Computerprogrammiererin Melba Roy Mouton.
| Mons Mouton | ||
|---|---|---|
| Mosaik der Weitwinkelkamera des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) | ||
| Position | 84,6° N, 31° O | |
| Durchmesser | ca. 100 km | |
| Benannt nach | Melba Roy Mouton | |
Der Mons Mouton ist möglicherweise ein Überrest des Randes des Südpol-Aitken-Beckens, eines der ältesten, größten und tiefsten Einschlagkrater im Sonnensystem. Auf der Rückseite des Mondes gibt es höhere Berge als Mons Mouton, die wahrscheinlich ebenfalls Teil der Ringe dieses Beckens sind, doch sie tragen bislang (April 2026) noch keinen Namen.[1]
Erkundung
Die Südpolregion des Mondes ist von besonderem Interesse, da sie sowohl dauerhaft im Schatten liegende Gebiete (PSRs) aufweist, die als Kältespeicher für Wasser dienen könnten, als auch Gebiete in deren Nähe mit durchgehender Sonneneinstrahlung.
Am 6. März 2025 landete das US-Unternehmen Intuitive Machines im Rahmen seiner zweiten CLPS-Mission IM-2 die Sonde Athena am Mons Mouton (bei 84,8° Süd und 29,2° Ost). Der Lander kam – wie bereits Odysseus bei der Vorgängermission IM-1 – auf der Seite zu liegen. Zwar war er funktionsfähig, jedoch wurde die Durchführung der geplanten wissenschaftlichen und technischen Demonstrationsmission erschwert.[3] Statt der geplanten zehn (Erd-)Tage ging Athena bereits nach einem halben Tag außer Betrieb.[4] Am 13. März teilte Intuitive Machines mit, dass der Höhenmesser des Landers – genau wie bei der IM-1-Mission – während der Landung ausgefallen war, sodass dem Bordcomputer keine genauen Höhenangaben zur Verfügung standen. Infolgedessen prallte das Raumfahrzeug auf ein Plateau, kippte um und rutschte über die Mondoberfläche, wobei es sich ein- oder zweimal überschlug, bevor es in einem Krater zum Stillstand kam. Durch den Aufprall wurde zudem Regolith aufgewirbelt, welcher die Solarpaneele mit Staub bedeckte und deren Leistung weiter beeinträchtigte.[5]
Im Jahr 2025 entschied die Nationale Raumfahrtbehörde Chinas, die Sonde Chang’e 8 im Jahr 2029 auf Mons Mouton landen zu lassen.[6] 2026 wurde der Mons Mouton auch als potenzielles Landegebiet für Indiens Probenrückführungsmission Chandrayaan-4 untersucht.[7]
Der Mons Mouton soll Ende 2027 als Landeplatz für den NASA-Rover VIPER (Volatiles Investigating Polar Exploration Rover) dienen.[2][8]

