Moritz Döbler
deutscher Journalist
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Moritz Döbler (* 1965 in Wuppertal) ist ein deutscher Journalist. Seit dem 1. Januar 2020 ist er Chefredakteur der Rheinischen Post.[1]
Leben
Döbler ist in Detmold aufgewachsen. Er studierte Betriebswirtschaftslehre und absolvierte in Hamburg die Henri-Nannen-Schule, eine Journalistenschule. Er begann seine Karriere 1993 bei der Deutschen Presse-Agentur, zunächst in Hamburg, dann in München und bei Sondereinsätzen in Ruanda und Bosnien[2]. 1999 wechselte er zu Reuters nach Berlin; bei der Nachrichtenagentur war er zunächst Online-Chef und leitete später das Berliner Büro.[3] Döbler wechselte 2005 zum Tagesspiegel und verantwortete das Wirtschaftsressort,[4] das unter seiner Leitung mehrfach ausgezeichnet wurde.[5] 2013 wurde er beim Tagesspiegel als Mitglied der Chefredaktion[6] geschäftsführender Redakteur, verantwortlich für Konzepte, Kooperationen[7] und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder.[3] Am 15. Januar 2015 löste Döbler den kommissarischen Chefredakteur des Weser-Kurier, Peter Bauer, ab.[8] Im Dezember 2018 berief ihn der Aufsichtsrat der Bremer Tageszeitungen AG zusätzlich in den Vorstand der Aktiengesellschaft.[9] Im August 2019 kündigte er an, sein Mandat als Vorstand und Chefredakteur niederzulegen und zur Rheinischen Post zu wechseln.[10] Dort folgte er Anfang 2020 auf Michael Bröcker, der von 2014 bis 2019 amtiert hatte.
Im August 2022 wurde Döbler vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) in den Deutschen Presserat entsandt.[11] Er folgte dort auf den verstorbenen Berthold Hamelmann von der Neuen Osnabrücker Zeitung. Im März 2025 wählte das Plenum des Presserats Döbler zu seinem Stellvertretenden Sprecher,[12][13] im März 2026 zum Sprecher[14].
Von 2021 bis 2026 leitete er die Jury des Wächterpreises der deutschen Tagespresse[15], die 2026 mit der Jury des Theodor-Wolff-Preises fusioniert wurde. In der gemeinsamen Jury ist er seitdem Mitglied. Döbler lehrt regelmäßig an der Henri-Nannen-Journalistenschule.[3] Er wurde 2006 mit dem Mitteldeutschen Journalistenpreis[16] und dem Ernst-Schneider-Medienpreis[17] ausgezeichnet.
Seit Gründung im März 2022 ist er Mitglied der Gesellschafterversammlung des Bonn Institute[13] das lösungsorientierten Journalismus stärken will, und seit März 2025 deren Vorsitzender.
Döbler ist der jüngste Sohn des Schriftstellers Hannsferdinand Döbler.