Motorradbiathlon

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Das Motorradbiathlon ist ein Wettbewerb für Motorräder auf einem unbefestigten Rundkurs, der hauptsächlich in Ost-Deutschland verbreitet ist. Entstanden ist die Disziplin nach der deutsch-deutschen Wende aus dem Motorradmehrkampf der damaligen Gesellschaft für Sport und Technik.[1]

Reglement

Der Wettbewerb beginnt mit einer Startprüfung, auf der die Teilnehmer eine Laufstrecke von etwa 30 bis 60 Meter zurücklegen. Dabei erfolgt kein Massenstart, sondern die Teilnehmer werden in Dreiergruppen versetzt in den Wettbewerb gestartet. Die Laufzeit wird mit dem Faktor 10 in das Endergebnis eingerechnet.

Anschließend steigen die Teilnehmer auf ihre Enduromotorräder und absolvieren eine Fahrzeit von ca. 45 bis 60 Minuten ohne Pause Gefahren wird auf Moto-Cross bzw. Enduro-Strecken.

Geschossen wird zwischendurch mit einem Lasergewehr, mit dem 6 Schuss auf 5 Scheiben mit 30 mm Durchmesser in 4 m Entfernung abgegeben werden. Jede nicht getroffene Scheibe zählt als eine Strafminute zur Gesamtfahrzeit. In der Vergangenheit kamen auch Luftgewehre und Klappscheiben zum Einsatz. Nach dem Schießen wird weitergefahren bis alle Runden absolviert sind.[1]

Meisterschaften

Austräger des Motorradbiathlon sind die Mitgliedsvereine des Deutschen Motorsport Verbandes (DMV). Es gibt Landesmeisterschaften in Sachsen, Thüringen, Mitteldeutschland und Brandenburg. Einmal jährlich werden Deutsche Meisterschaften ausgetragen. Wegen des geringen Nenngeldes und der Ausrichtung als lizenzfreier Motorsport gilt die Disziplin als beliebte Einsteiger- und Breitensportart.[1]

Einzelnachweise

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