Mouse (2026)

Coming-of-Age-Film von Kelly O’Sullivan und Alex Thompson aus dem Jahr 2026 From Wikipedia, the free encyclopedia

Mouse ist ein Filmdrama von Kelly O’Sullivan und Alex Thompson. Der Coming-of-Age-Film mit Katherine Mallen Kupferer, Tara Mallen, Sophie Okonedo und Chloe Coleman feierte im Februar 2026 bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin seine Premiere.

TitelMouse
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2026
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Mouse
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 120 Minuten
Stab
Regie Kelly O’Sullivan, Alex Thompson
Drehbuch Kelly O’Sullivan
Produktion Bonnie Comley, Ian Keiser, Pierce Cravens, Stewart Lane, Steven A. Jones, Chelsea Krant, Abigail Rose Solomon
Musik Hamilton Leithauser
Kamera Luke Dyra, Nate Hurtsellers
Schnitt Mike S. Smith
Besetzung
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Handlung

Im Jahr 2002 beginnt für die besten Freundinnen Minnie Dunn und Callie Bell der Sommer vor ihrem letzten Schuljahr. Minnie lebt mit ihrer Mutter Barbara in einer beengten Wohnung, hat Akne im Gesicht und ist alles andere als cool. Callie hingegen ist beliebt, geschätzt und Star der Theater-AG an der North Little Rock Highschool in Arkansas. Minnie ist für die meisten Schüler dort praktisch unsichtbar und so etwas wie Callies Schatten. Die beiden sind schon sehr lange eng befreundet, und Minnie war von Callies Mutter Helen immer ein gern gesehener Gast.

Als Callie bei einem Autounfall und damit auch ihre beste Freundin stirbt, entfernt sich Minnie zunehmend auch von ihrer Mutter Barbara und beginnt eine nicht unkomplizierte Freundschaft mit Callies Mutter Helen. Die elegante, einst strahlende Frau ist nun von Trauer gezeichnet und ist dankbar für Minnies Gesellschaft. Beide finden es tröstlich, dass sie irgendwie wie Mutter und Tochter sind. Sie nimmt das Mädchen unter ihre Fittiche und verwöhnt sie mit selbstgekochtem Essen. Gemeinsam beschließen sie, dass Minnie beim Seniorenkabarett einen Song aus A Chorus Line singen sollte, nachdem ihr Helen privaten Gesangsunterricht gegeben hat, auch wenn Minnie beteuert, kein Talent zu haben.[1][2]

Produktion

Regie und Drehbuch

Regisseur Alex Thompson

Regie führten Kelly O’Sullivan und ihr Lebenspartner Alex Thompson.[3] Gemeinsam arbeiteten sie auch an dem Film Ghostlight, der 2024 beim Sundance Film Festival seine Premiere feierte.[2][1] Für beide Filme schrieb O’Sullivan das Drehbuch. Sie stammt ursprünglich aus North Little Rock in Arkansas. Ihr erstes Drehbuch schrieb sie für Thompsons Regiedebüt Saint Frances. Im Jahr 2019 kürte sie das Filmmaker Magazine zu einem der „25 New Faces of Independent Film“.[1]

Zu den Produzenten des Films gehört auch Steven A. Jones, der Thompsons Professor an der DePaul University in Chicago war.[4]

Besetzung und Dreharbeiten

Chloe Coleman spielt Callie Bell.[2] Katherine Mallen Kupferer, die in der Rolle ihrer Freundin Minnie Dunn zu sehen ist, spielte bereits in Ghostlight. Audrey Grace Marshall spielt Callies Freundin Cara. David Hyde Pierce ist in der Rolle ihres Lehrers Mr. Murdaugh zu sehen.[2] Sophie Okonedo, die für ihre Rolle im Film Hotel Ruanda 2005 eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin erhielt, spielt Callies Mutter Helen und Tara Mallen Minnies Mutter Barbara.[1] Mallen ist auch im wahren Leben die Mutter von Mallen Kupferer. Bereits in Ghostlight spielten sie Mutter und Tochter.[3] Christopher R. Ellis spielt Callies Vater Mark und Beck Nolan ihren Freund Brad.[5] Iman Vellani ist in der Rolle von Kat zu sehen, eine Angestellte in einer Videothek, an der Minnie Interesse findet.[2][5] Das Casting übernahmen Mickie Paskal und Jennifer Rudnicke.

Die Dreharbeiten fanden ab Mitte September 2024 bis April 2025 in Little Rock in Arkansas statt.[6][7] Als Kameramänner fungierten, wie bei Ghostlight, Luke Dyra und Nate Hurtsellers. Letzterer war bereits für Saint Frances tätig.

Filmmusik und Veröffentlichung

Die Filmmusik komponierte Hamilton Leithauser. Er war zuletzt für die Tragikomödie Bunny von Ben Jacobson tätig.

Die Premiere des Films war am 13. Februar 2026 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin. Hier wurde er in der Sektion Panorama gezeigt.[1] Im April 2026 wird er beim Miami Film Festival vorgestellt. Den internationalen Vertrieb übernimmt Visit Films.[8]

Rezeption

Kritiken

Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind alle positiv.[9]

Peter Debruge schreibt in seiner Kritik für Variety, wie schon in ihren beiden vorherigen, berührenden Independent-Filmen Saint Frances und Ghostlight, die das Leben im amerikanischen Mittelwesten thematisieren, schöpften Kelly O’Sullivan und Alex Thompson aus eigenen Erfahrungen und der Welt um sich herum. Kinder in Caras Alter und aus ihrer sozialen Schicht hätten oft ein gewisses Anspruchsdenken, das O’Sullivans Drehbuch geschickt als Subtext für einen Film nutze, der sonst mit Ordinary People oder Waves verglichen werden könnte. In einem konventionelleren Film würde Helen Bell möglicherweise das verborgene Potenzial in dem introvertierten Teenager Minnie wecken, das dann beim großen Finale zum Vorschein käme. Doch Mouse sei nicht nur realitätsnah, sondern auch sehr nachvollziehbar. Obwohl der Film keine Komödie ist, stecke er voller Humor und subtiler, peinlicher Momente, die einem sofort bekannt vorkommen.[2]

Jochen Werner bemerkt in seiner Kritik für Filmstarts, in manchen Momenten erinnere Mouse fast ein wenig an die Werke des US-amerikanischen Independent-Regisseurs Todd Solondz, bekannt für Happiness. Niemand handele in dem Film stets gut oder sympathisch oder rational oder nachvollziehbar, so ganz verurteilen mag Mouse aber niemanden von ihnen. Insgesamt sei dem Regieduo ein einfühlsames Indie-Drama über Tod und Trauer und Verlust gelungen, das seine düsteren Themen mit einer hoffnungsvoll-charmanten lesbischen Jugendliebesgeschichte verknüpft. Manchmal wirke Mouse etwas arg konventionell-gefühlig, aber am Ende lasse er seinen Figuren doch eine gewisse Widerborstigkeit, die dem Film mitunter überraschende Ecken und Kanten verleiht.[10]

Auszeichnung

Internationale Filmfestspiele Berlin 2026

Einzelnachweise

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