Much (Cartoonist)

österreichischer Cartoonist From Wikipedia, the free encyclopedia

Much (bürgerlich Michael Unterleitner, * 5. Mai 1947 in Schwaz; † 17. November 2025 in Natters)[1] war ein österreichischer Cartoonist.

Much 2018 im Gasthof Eichhof, Natters

Leben

Michael Unterleitner wuchs in Landeck (Tirol) auf. Als er 14 Jahre alt war, zog die Familie nach Innsbruck[2], wo er das 2. Bundesrealgymnasium (heute Reithmanngymnasium) besuchte. Er war Mitglied im von Sigmund Kripp geleiteten Jugendzentrum MK (Marianische Kongregation) und arbeitete an der Schülerzeitschrift Wir diskutieren mit. Ab 1965 vertrat er sie als Chefredakteur im Konsult der MK.[3] Im Jahr darauf kam sein 16-jähriger Bruder Andreas durch eine Lawine ums Leben, was auch das ganze Jugendzentrum sehr bewegte.[4] 1967 ging Unterleitner mit anderen Maturanten der MK für ein Jahr als Entwicklungshelfer nach Rhodesien (die heutige Republik Simbabwe).[5][6]

In Salzburg, wo er Politikwissenschaft studierte, lernte Unterleitner seine Frau Carol kennen. Als sie eine Anstellung bei der UNO erhielt, folgte er ihr nach Wien.[2] Unter dem Kürzel „Much“ publizierte er zunächst in Salzburg erste Cartoons für den VSStÖ und die Sozialistischen Nachrichten. Als ihn die Österreichische Bergbauernvereinigung (ÖBV) bat, für ihre Zeitschrift Die Bergbauern (heute Bäuerliche Zukunft) zu zeichnen, wurde die Neigung langsam zum Beruf. Much blieb der ÖBV über 40 Jahre lang als Cartoonist treu.[7][8] Neben Manfred Deix arbeitete er zudem für das Magazin Extrablatt. Ab 1977 veröffentlichte er in der Monatszeitschrift der Unabhängigen Gewerkschaftsfraktion Die Alternative regelmäßig seine gezeichneten Kommentare zur politischen Lage der Nation, die 30 Jahre später unter dem Titel Much Fehleinschätzungen in Buchform herausgegeben wurden. Weitere Bücher entstanden aus Cartoons für die Zeitschriften Die Bergbauern, News und Falter.[7][9][10]

Laut Peter Pilz war Much „einer der besten Cartoonisten des Landes – und sein unbekanntester“, was Pilz auf zwei Eigenschaften zurückführte, „die ihn privat auszeichneten und ihm beruflich im Weg standen: seine ungewöhnliche Sanftheit und sein völliger Mangel an Ehrgeiz. Er fertigte seine Cartoons für die, die er mochte: seine Sozialarbeiter, seine Bergbauern und seine Freunde.“[10]

Publikationen

Alle unter seinem offiziellen Namen Michael Unterleitner:

Einzelnachweise

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